Netflix Aktie: Übernahmepläne belasten
Netflix ringt mit zwei Themen zugleich: Berichte über ein riesiges Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery sorgen für Nervosität, während der Kurs nahe an den 52‑Wochentiefs klebt. Die mögliche Transaktion dominiert die Stimmung am Markt und drängt operative Meldungen in den Hintergrund. Wie realistisch ist der Deal – und was macht ihn so heikel?
- Barangebot laut Berichten: rund 82,7 Mrd. US‑Dollar für Warner Bros. Discovery
- Schlusskurs zuletzt: ca. 76,87 US‑Dollar, damit rund 18% im Minus seit Jahresbeginn 2026
- Kursniveau: nahe dem 52‑Wochentief um 75 US‑Dollar
Übernahmekampf und Gegenwind
Im Zentrum steht ein laut Berichten vorgelegtes All‑Cash‑Gebot von Netflix für Warner Bros. Discovery im Volumen von rund 82,7 Mrd. US‑Dollar. Strategisch wäre das ein großer Schritt: Aus einem reinen Streaming-Anbieter würde ein stärker vertikal integrierter Medienkonzern mit Filmstudio- und TV‑Netzwerk‑Assets.
Doch der Weg gilt als steinig. Der aktivistische Investor Ancora Holdings soll sich öffentlich gegen die Übernahme positioniert und den WBD‑Verwaltungsrat zum Ablehnen aufgefordert haben. Zusätzlich erhöht ein zweiter Bieter den Druck: Paramount Global soll gemeinsam mit Skydance sein konkurrierendes Angebot nachgebessert haben – inklusive einer „ticking fee“-Komponente, die einen schnellen Abschluss attraktiver machen soll. Der WBD‑Verwaltungsrat prüft dem Bericht zufolge sogar, die Gespräche mit dem Paramount‑Skydance‑Konsortium wieder zu öffnen.
Kurs unter Druck – wegen Geld und Risiken
Die Unsicherheit rund um die mögliche Mega-Transaktion lastet auf der Aktie. Der Titel notierte zuletzt um 76,87 US‑Dollar und liegt damit etwa 18% seit Jahresstart 2026 im Minus. Gleichzeitig bewegt sich der Kurs nahe am 52‑Wochentief – ein deutlicher Abstand zu den Hochs aus Mitte 2025.
Im Markt geht es dabei vor allem um zwei Punkte: den finanziellen Effekt eines so großen Cash-Abflusses und die Integrationsrisiken einer klassischen Medienfusion. Als potenzieller Vorteil wird genannt, dass Netflix sich damit wertvolle Inhalte und Marken – einschließlich HBO‑Content – sichern könnte. Gleichzeitig werden regulatorische Hürden in den USA, Großbritannien und der EU als bedeutender Unsicherheitsfaktor gesehen.
Operativ: Programm für 2026 vorgestellt
Trotz der Übernahmegerüchte arbeitet Netflix am Kerngeschäft weiter. Heute stellte das Unternehmen das Content‑Line‑up 2026 für Australien und Neuseeland vor. Genannt wurden unter anderem die dritte Staffel von Heartbreak High, der Film War Machine sowie der Wilderness‑Thriller Apex. Das unterstreicht den Fokus auf regionale Produktionen – auch wenn die Schlagzeilen derzeit klar vom möglichen Deal bestimmt werden.
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