PayPal rutschte diese Woche deutlich ab und markierte am Donnerstag ein neues 52‑Wochen‑Tief. Auslöser waren schwächere Quartalszahlen als erwartet, ein vorsichtiger Ausblick für 2026 und anschließende Anpassungen bei Analysten. Zusätzlich sorgt ein Wechsel an der Unternehmensspitze für weitere Unsicherheit.

Die wichtigsten Punkte in Kürze:
- Q4 2025: Umsatz und Gewinn je Aktie unter den Erwartungen
- 2026: gedämpfter Gewinnausblick wegen Gegenwind im US‑Konsum und in internationalen Märkten (besonders Deutschland)
- CEO-Wechsel: Enrique Lores übernimmt ab dem 1. März
- Analysten senken Kursziele, teils mit „Sell“, vielfach „Hold“/„Neutral“

Schwache Zahlen, vorsichtiger Blick nach vorn

Die Stimmung kippte nach der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal 2025. PayPal verfehlte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie die Analystenschätzungen. Noch schwerer wog für viele Anleger der Ausblick: Für 2026 stellte das Unternehmen eine zurückhaltende Gewinnerwartung in Aussicht.

Als Gründe nannte PayPal eine schwächere Verfassung der US‑Einzelhandelskunden sowie Belastungsfaktoren in internationalen Märkten. Deutschland wurde dabei ausdrücklich als Gegenwind genannt. Das passt ins Bild: Wenn Konsumenten weniger ausgeben, laufen auch Zahlungsvolumina langsamer.

Branded Checkout bremst – der Kern der Sorge

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Ein zentraler Punkt in der Diskussion ist das nachlassende Wachstum im „branded checkout“-Geschäft, also beim Bezahlvorgang über die PayPal‑Marke. Dieses Zahlungsvolumen legte im vierten Quartal nur noch um 1% zu – deutlich weniger als im Vorquartal.

Damit rückt zwangsläufig die Wettbewerbsfrage in den Vordergrund: Wenn das Kerngeschäft kaum noch wächst, wird es für PayPal schwerer, Marktanteile zu verteidigen und die Erwartungen an künftiges Wachstum zu erfüllen. Trotz dieser Brems-Spuren bleibt das Unternehmen profitabel und erwirtschaftete 2025 einen erheblichen Free Cashflow.

Analysten ziehen Kursziele nach unten

Nach den Veröffentlichungen passten mehrere Häuser ihre Einschätzungen an. Rothschild & Co Redburn bestätigte am Donnerstag ein „Sell“-Rating und senkte das Kursziel. Ähnliche Schritte kamen von Wells Fargo, RBC Capital und HSBC: Auch dort gingen die Kursziele zurück, unter anderem mit Verweis auf Ausführungsrisiken und die verlangsamte Entwicklung im branded Checkout‑Volumen. Insgesamt überwiegen inzwischen „Hold“- bzw. vergleichbare Einstufungen.

Am 1. März tritt Enrique Lores als neuer CEO an – und damit fällt der nächste konkrete Termin mitten in eine Phase, in der Marktteilnehmer vor allem auf Signale zur operativen Umsetzung und zur Wachstumsdynamik im Kerngeschäft achten.

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