PayPal Aktie: Dramatischer Absturz!
Der einstige König des Online-Bezahlens kämpft gegen den rapiden Bedeutungsverlust. Neue Analysen belegen, dass PayPal massiv Marktanteile an Apple und Co. verliert. Nach enttäuschenden Zahlen und einem abrupten Führungswechsel steht die Aktie enorm unter Druck – der Kurs hat sich seit Anfang Februar um fast ein Drittel reduziert. Kann der neue CEO das Ruder noch herumreißen?
Marktanteile schmelzen dahin
Eine aktuelle Analyse von Bernstein zeichnet ein düsteres Bild für den Zahlungsdienstleister. PayPals Dominanz bei digitalen Geldbörsen ist von rund 90 Prozent im Jahr 2017 auf heute nur noch etwa 40 Prozent eingebrochen. Die Konkurrenz nutzt die Schwäche gnadenlos aus: Apple Pay hat sich bereits rund 20 Prozent des Marktes gesichert, während Shopify mit "Shop Pay" ebenfalls stark aufholt. Auch "Buy now, pay later"-Anbieter wie Klarna und Affirm erhöhen den Wettbewerbsdruck auf das Kerngeschäft.
Das Problem liegt tief in der Struktur des E-Commerce. Während der Online-Handel insgesamt seit 2023 jährlich um etwa 7 Prozent wächst, legen die PayPal-Volumina (ohne Venmo) nur im niedrigen einstelligen Bereich zu. Besonders schmerzhaft ist der Rückgang beim sogenannten "Guest Checkout". Laut Visa-Daten ist der Anteil dieser Transaktionen bei Top-Verkäufern von 44 Prozent im Jahr 2019 auf 16 Prozent gefallen. Zudem leidet PayPal unter seiner starken Abhängigkeit von Desktop-Käufen, während sich das Geschäft zunehmend auf mobile Endgeräte verlagert.
Führungschaos und Kursrutsch
Diese fundamentalen Probleme erklären die Nervosität an der Wall Street und den jüngsten Umbruch in der Chefetage. Nachdem der Umsatz im vierten Quartal 2025 mit 8,68 Milliarden Dollar die Erwartungen verfehlte und der Ausblick für 2026 enttäuschte, zog der Vorstand die Reißleine. CEO Alex Chriss musste gehen, da das Gremium mit der Geschwindigkeit der Umsetzung unzufrieden war.
Ab dem 1. März 2026 soll Enrique Lores als neuer CEO die Wende einleiten. Die Reaktion der Anleger auf die Unsicherheit war brutal: Seit der Bekanntgabe der Zahlen am 3. Februar ist die PayPal-Aktie um rund 31 Prozent eingebrochen. Mit einem Kurs von knapp über 40 Dollar notiert das Papier in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief.
Strategiewechsel hin zu KI
Inmitten dieser Krise versucht das Unternehmen, durch eine Offensive im Bereich Künstliche Intelligenz neue Wachstumsfelder zu erschließen. Erst letzte Woche kündigte PayPal eine Partnerschaft mit Sabre und Mindtrip an, um KI-gestützte Buchungsprozesse in der Reisebranche zu etablieren. Ziel ist es, fragmentierte Buchungsschritte in einer einzigen, intelligenten Erfahrung zu bündeln.
Zusätzlich setzt der Konzern auf Kooperationen mit Microsoft und OpenAI, um Bezahlfunktionen direkt in Chatbots und KI-Assistenten zu integrieren. Diese strategischen Schritte zeigen, dass PayPal versucht, sich als bevorzugter Partner für den sogenannten "Agentic Commerce" zu positionieren. Ob diese langfristigen Wetten ausreichen, um das wegbrechende Kerngeschäft kurzfristig zu stabilisieren, wird sich zeigen müssen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 8 ist die Aktie optisch günstig, spiegelt aber die massiven strukturellen Risiken wider.
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