PayPal Aktie: CEO-Wechsel
PayPal erlebt eine unruhige Woche: Auf enttäuschende Quartalszahlen folgte ein abrupter Führungswechsel – und an der Börse wuchs der Zweifel, ob das Unternehmen kurzfristig wieder in die Spur findet. Mehrere große Häuser haben ihre Kursziele und Einschätzungen angepasst. Der Kern des Problems: schwaches Wachstum in der Pipeline, während der Wettbewerb im Kerngeschäft härter wird.
Führungswechsel trifft Ergebnisdelle
Anfang der Woche kündigte der Konzern an, dass CEO Alex Chriss zurücktritt. Der Verwaltungsrat begründete den Schritt mit Unzufriedenheit über das „Tempo von Wandel und Umsetzung“. Ab dem 1. März 2026 soll Enrique Lores übernehmen, bislang CEO von HP. Übergangsweise führt CFO Jamie Miller das Unternehmen.
Zeitlich fiel der Wechsel mit Zahlen zusammen, die unter den Erwartungen lagen. Für das vierte Quartal (Ende 31. Dezember 2025) meldete PayPal 8,68 Mrd. US-Dollar Umsatz, ein Plus von 4% zum Vorjahr – aber weniger als von der Wall Street erwartet. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,23 US-Dollar unter der Prognose.
Die Quittung kam prompt: Nach den Nachrichten vom 3. Februar rutschte die Aktie zeitweise um rund 20% ab. Auch heute notiert sie mit 34,17 € weiter in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs.
Analysten werden vorsichtiger – aus gutem Grund?
Bis Freitag und teils schon am späten Donnerstag reagierten mehrere Institute mit neuen Kurszielen und Ratings. Die Spanne ist dabei auffällig groß – von klar skeptisch bis vorsichtig stabilisierend:
- HSBC: Abstufung von „Strong Buy“ auf „Hold“, Kursziel 47 US-Dollar
- Morgan Stanley: bleibt bei „Underweight“, Kursziel auf 34 US-Dollar gesenkt (strukturelle Bedenken)
- Autonomous Research: Kursziel von 56 auf 41 US-Dollar reduziert, „Underperform“
- Goldman Sachs: Kursziel 41 US-Dollar, „Sell“
- Compass Point: Upgrade auf „Neutral“, Kursziel 51 US-Dollar (Argument: Viel Negatives könnte im Kurs eingepreist sein)
Warum dieser Stimmungsumschwung? Analysten verweisen vor allem auf den Ausblick für 2026: PayPal stellt nur noch Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Gleichzeitig steht das Kerngeschäft rund um den „branded checkout“ unter Druck – unter anderem durch Konkurrenz wie Apple Pay. Und Bereiche mit mehr Tempo wie Venmo liefern laut den Kommentaren noch nicht genug Erlösbeitrag, um die Schwäche im Kern auszugleichen.
Dividende, Rückkäufe – und ein Kurswechsel nach vorn
Operativ knirscht es, finanziell setzt PayPal dennoch auf Aktionärsrendite. Neu angekündigt wurde eine Quartalsdividende von 0,14 US-Dollar je Aktie, zudem stellte das Unternehmen für 2025/2026 umfangreiche Aktienrückkäufe in Aussicht.
Mit Enrique Lores soll außerdem die strategische Ausrichtung stärker auf künstliche Intelligenz und eine bessere Umsetzung fokussieren, um die Position im Zahlungsmarkt wieder zu stärken. Der nächste konkrete Fixpunkt ist der 1. März 2026: Dann übernimmt der designierte CEO offiziell – und dürfte schnell zeigen müssen, wie er Wachstum und Wettbewerbsdruck gleichzeitig adressieren will.
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