BYD bekommt den Gegenwind im Heimatmarkt immer stärker zu spüren. Die Januarverkäufe sind deutlich eingebrochen – bereits der fünfte Monat in Folge mit sinkenden Stückzahlen. Das belastet auch die Aktie, die in den vergangenen sieben Tagen rund 7% verloren hat.

Die entscheidende Frage: Kann der Export-Schub die schwächelnde Nachfrage in China kurzfristig auffangen?

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

  • Januar-Absatz: 210.051 Fahrzeuge (-30,1% zum Vorjahr)
  • BEV-Absatz: 83.249 Einheiten (niedrigster Stand seit Februar 2024)
  • Exporte Januar: 100.482 Fahrzeuge
  • Aktie: ca. -7% in einer Woche, Euro-Listing zuletzt bei rund 9,87 Euro

Januar-Zahlen verschärfen das Bild

Der Blick in die Details zeigt, wo der Druck herkommt. Die Verkäufe reiner Elektroautos (BEVs) fielen auf 83.249 Fahrzeuge – so wenig wie seit Februar 2024 nicht mehr. Auch Plug-in-Hybride (PHEV) rutschten ab, hier lag das Minus bei 28,5%.

Als ein Faktor gilt die neue 5%-Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge in China, die seit Jahresbeginn greift. Der Dämpfer für die Inlandsnachfrage fiel offenbar stärker aus als erwartet. Gleichzeitig konnten einige Wettbewerber gegen den Trend zulegen: Geely meldete mehr als 270.000 verkaufte Fahrzeuge und lag damit im Januar vor BYD. Aito steigerte die Auslieferungen um 80% auf über 40.000 Fahrzeuge, Leapmotor wuchs um 27%.

Internationalisierung soll gegensteuern

Die Schwäche in China trifft BYD in einem ohnehin angespannten Umfeld der Autoindustrie. Stellantis kündigte zuletzt eine Abschreibung von 22 Mrd. Euro an und begründete das mit überschätzter EV-Nachfrage – ein Signal, das die Unsicherheit im Sektor zusätzlich erhöht.

BYD setzt daher umso stärker auf Auslandsmärkte. Im Januar exportierte der Konzern 100.482 Fahrzeuge. Für 2026 steht ein Ziel von 1,3 Mio. Auslandsverkäufen im Raum, was einem geplanten Plus von 24% entspräche. In Europa zeigen die jüngsten Daten lokale Wachstumsraten: In Großbritannien sollen sich die Verkäufe im Januar verdoppelt haben, in Deutschland stiegen die Zulassungen deutlich – allerdings von niedrigem Niveau.

Auch aus Nordamerika kommt eine potenziell relevante Entlastung: Berichten zufolge hat Kanada die Zölle auf chinesische E-Autos auf 6,1% gesenkt, nach zuvor 100%.

Was der Markt daraus macht

Anleger schauen nun vor allem darauf, ob Exporte und Lokalisierungsvorhaben – unter anderem in Brasilien und Ungarn – den Nachfragerückgang in China kompensieren können. Seit Mai 2025 ist die Marktkapitalisierung laut Bericht um rund 60 Mrd. US-Dollar geschrumpft. Das spiegelt niedrigere Wachstumserwartungen in einem Umfeld mit höherer Steuerlast und intensivem Wettbewerb.

Konkrete Messlatte für die nächsten Monate bleibt der Abstand zwischen China-Absatz und Exportdynamik: Hält sich das Auslandstempo auf hohem Niveau, könnte das den Einbruch im Heimatmarkt zumindest teilweise abfedern – fällt es zurück, dürfte der Druck auf die Erwartungen an 2026 weiter steigen.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...