Siemens Energy liefert aktuell keine neuen Schlagzeilen – und genau das macht die nächste Woche so wichtig. Denn mit den Quartalszahlen zum Start ins Geschäftsjahr 2026 dürfte sich entscheiden, ob der jüngste Kurslauf fundamental untermauert wird. Im Fokus: die Sanierung bei Gamesa und die Margen im Netzgeschäft.

Nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate hat sich die Aktie zuletzt nahe ihrem Jahreshoch festgesetzt. Gleichzeitig signalisiert ein hoher RSI von 85,4, dass viel Optimismus bereits eingepreist sein könnte – umso genauer werden Anleger auf die Details der Zahlen schauen.

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Die Fakten im Überblick

  • Aktueller Kurs: 149,40 € (gestern: 145,85 €)
  • Seit Jahresanfang: +21,66%
  • 12 Monate: +162,20%
  • 52-Wochen-Hoch: 154,90 € (Abstand: -3,55%)
  • RSI (14 Tage): 85,4

Darauf kommt es am 11. Februar an

Der nächste klare Kurstreiber ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Mittwoch, 11. Februar, inklusive Analystenkonferenz. Kann das Unternehmen die positive Auftragsdynamik aus dem Vorjahr bestätigen?

Der Markt wird dabei vor allem auf drei Punkte achten:

1) Auftragseingang und Profitabilität bei Grid Technologies
Das Netzgeschäft gilt als Wachstumsmotor. Entscheidend ist, ob Siemens Energy das Tempo beim Auftragseingang hält – und zugleich die Profitabilität weiter verbessert. Gerade hier erwarten Anleger, dass starke operative Zahlen die Restprobleme anderer Bereiche überdecken können.

2) Fortschritt bei Siemens Gamesa
Bei der Windkraftsparte steht weiter die Stabilisierung im Vordergrund. Relevant sind weniger große Visionen als harte Hinweise darauf, dass frühere Qualitätsmängel finanziell eingegrenzt bleiben und der Turnaround-Plan greift. Positiv wäre vor allem: keine neuen Belastungen.

3) Free Cash Flow als Gradmesser
Nach den bilanziellen Herausforderungen der Vorjahre bleibt der Free Cash Flow die Schlüsselkennzahl. Er zeigt, wie robust die finanzielle Lage wirklich ist – und wie gut Siemens Energy Spielraum für Schuldenabbau und operative Stabilität gewinnt.

Zwei Geschwindigkeiten im Marktumfeld

Siemens Energy bewegt sich weiter in einem Umfeld mit gegensätzlichen Kräften. Rückenwind kommt von staatlichen Infrastrukturprogrammen, die Netzausbau und Gaskraftwerke als Brückentechnologie fördern. Gleichzeitig bleibt der Windsektor global angespannt – Kostendruck und Lieferkettenprobleme wirken weiter nach, auch wenn die langfristigen Aussichten durch Klimaziele grundsätzlich stabil bleiben.

Kurzfristig hängt die Stimmung daher daran, ob das starke Netzgeschäft die laufenden Sanierungsthemen im Windbereich erneut klar überkompensieren kann.

Am 26. Februar folgt dann mit der Hauptversammlung in Berlin der nächste Fixpunkt: Dort dürfte das Management den strategischen Ausblick vertiefen – doch die Richtung für die Aktie dürfte bereits mit den Zahlen am 11. Februar gesetzt werden.

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