Palantir wächst rasant, doch der Aktienkurs kennt seit Jahresbeginn fast nur eine Richtung: abwärts. Während die operativen Zahlen stimmen, sorgen ein überraschender Umzug des Hauptquartiers und scharfe Kritik von Star-Investor Michael Burry für erhebliche Verunsicherung. Anleger fragen sich, ob hier Governance-Risiken die eigentliche Wachstumsstory überschatten.

Michael Burry legt den Finger in die Wunde

Zum Wochenstart gab das Papier erneut nach und schloss gestern bei 110,80 Euro. Damit summieren sich die Verluste seit Jahresanfang auf über 22 Prozent. Verantwortlich für die schlechte Stimmung sind weniger die Geschäftszahlen als vielmehr Zweifel an der Unternehmensführung. Besonders lautstark meldete sich Michael Burry zu Wort. Der durch „The Big Short“ bekannte Investor kritisierte die Ausgaben für Privatjets von CEO Alex Karp.

Diese Kosten seien im Jahresvergleich um 123 Prozent auf 17,2 Millionen Dollar gestiegen. Pikant daran ist die Konstruktion: Das Flugzeug gehört Karp selbst, und das Unternehmen erstattet ihm die Nutzung seines eigenen Assets. Burry hatte bereits zuvor bemängelt, dass die offenen Forderungen in der Bilanz schneller wachsen als der Umsatz, was häufig als Warnsignal für die Qualität der Einnahmen gewertet wird.

Verwirrung um Firmensitz

Für zusätzliches Stirnrunzeln sorgte die spontane Verlegung des Hauptsitzes von Denver nach Miami. Berichten zufolge dient vorerst ein Co-Working-Space als offizielle Adresse, während langfristige Büros noch gesucht werden. Der Schritt erfolgte so plötzlich, dass selbst der Gouverneur von Colorado erst über Social Media davon erfuhr.

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Auch in Europa wächst der Gegenwind. Palantir geht juristisch gegen ein Schweizer Magazin vor, nachdem Berichte über die Ablehnung der Software durch Schweizer Behörden öffentlich wurden. Hintergrund sind Bedenken bezüglich der Datensouveränität und des möglichen Zugriffs durch US-Behörden – ein Thema, das auch britische Politiker bereits kritisch diskutiert haben.

Operativ stark, Aktie schwach

Trotz der Unruhe um Governance und Standortfragen liefert das Kerngeschäft ab. Die jüngsten Quartalszahlen zeigten ein Umsatzwachstum von 70 Prozent und einen soliden Nettogewinn. Analysten wie Gregg Moskowitz von Mizuho sehen in der aktuellen Korrektur daher eine Chance. Er stufte das Papier kürzlich hoch und verwies auf die durch den Kursrutsch attraktiver gewordene Bewertung im Verhältnis zum freien Cashflow.

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun auf die anstehenden Zahlen von Nvidia am 25. Februar. Als zentraler Gradmesser für die weltweite KI-Nachfrage wird dieser Bericht voraussichtlich auch für Palantir die kurzfristige Richtung vorgeben und entscheiden, ob die fundamentalen Stärken wieder in den Vordergrund rücken.

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