Morgen legt D-Wave Quantum Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Spannend ist dabei weniger der reine Umsatzwert – sondern ob das Unternehmen erklären kann, wann und wie schnell die jüngsten Großaufträge tatsächlich in den Erlösen ankommen. Zudem sorgt die frische Übernahme von Quantum Circuits und die parallel angestoßene Kapitalagenda für zusätzliche Unwägbarkeiten.

Was der Markt erwartet

Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Verlust von 0,05 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 3,74 Mio. US-Dollar. Für 2025 liegt die Konsensschätzung bei etwa 25,6 Mio. US-Dollar Umsatz (plus 194,1% zum Vorjahr) und einem erwarteten Verlust von 0,20 US-Dollar je Aktie.

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Als Referenz: Im dritten Quartal meldete D-Wave einen Umsatz von 3,7 Mio. US-Dollar (plus 100% zum Vorjahr). In den ersten neun Monaten 2025 lagen die Erlöse bei 21,8 Mio. US-Dollar (plus 235%).

Aufträge setzen die Messlatte

Vor den Zahlen hat D-Wave mehrere kommerzielle Abschlüsse gemeldet, die die Erwartungen prägen. Genannt werden unter anderem:

  • 20 Mio. US-Dollar mit der Florida Atlantic University für ein Advantage2-Quantenannealing-System
  • 10 Mio. US-Dollar als zweijähriger QCaaS-Vertrag (Quantum-Computing-as-a-Service) mit einem nicht genannten Fortune-100-Unternehmen
  • 10 Mio. Euro als mehrjähriger Vertrag mit der italienischen Regierung im Rahmen der Q-Alliance-Initiative

Im Call zu Q3 hatte das Management außerdem gesagt, die Book­ings im vierten Quartal hätten zu diesem Zeitpunkt bereits über 12 Mio. US-Dollar gelegen.

Übernahme, Kapitalpläne und Bewertung

Im Januar schloss D-Wave die 550-Mio.-US-Dollar-Übernahme von Quantum Circuits Inc. ab, finanziert über eine Mischung aus Barmitteln und Aktien. Kurz danach folgten eine 330-Mio.-US-Dollar Shelf Registration sowie ein angekündigtes Aktienverkaufsprogramm über 400 Mio. US-Dollar zur Finanzierung von Investitionen und möglichen weiteren Zukäufen – Punkte, die bei Investoren auch wegen potenzieller Verwässerung sensibel ankommen.

Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf eine starke Liquiditätsposition: Ende Q3 2025 lagen die Barmittel bei 836,2 Mio. US-Dollar – trotz anhaltender operativer Verluste.

An der Börse bleibt das Bild gemischt. Die Aktie notierte zuletzt deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch: vom Hoch bei 46,75 US-Dollar (Oktober 2025) aus gerechnet beträgt das Minus rund 60%. Seit Jahresbeginn liegt das Papier laut Daten im Artikel bei etwa -36%. In den vergangenen 90 Tagen waren Insider zudem netto Verkäufer: 1.074.466 Aktien im Wert von rund 31,56 Mio. US-Dollar.

Auch die Bewertung sticht heraus. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 6,9 Mrd. US-Dollar und einem Umsatz der letzten zwölf Monate von 24,14 Mio. US-Dollar ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 237; auf Forward-Basis werden rund 147,89 genannt – deutlich über dem im Text angegebenen Branchenwert von 3,36.

Morgen um 8:00 Uhr US-Ostküstenzeit findet zudem die Telefonkonferenz mit CEO Dr. Alan Baratz und CFO John Markovich statt. Im Fokus stehen laut Vorschau vor allem der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung aus jüngsten Systemverkäufen, der Integrationsfortschritt von Quantum Circuits, mögliche aktualisierte Prognosen sowie Aussagen dazu, wie D-Wave seine Verluste eingrenzen will.

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