Palantir Aktie: Luxus-Jets befeuern Kritik
Der Datenanalysespezialist Palantir steht im Kreuzfeuer der Kritik. Während das Unternehmen mit einem Milliarden-Auftrag vom US-Heimatschutzministerium punktet, sorgen die Jet-Ausgaben von CEO Alex Karp für Unmut unter Investoren. Die Aktie rutschte am Montag um 3,4% auf 130,63 Dollar ab – rund 38% unter dem 52-Wochen-Hoch.
17 Millionen Dollar für Privatjets
Die jüngste Pflichtmitteilung im Jahresbericht 2025 offenbart eine ungewöhnliche Kostenposition: Palantir erstattete Karp 17,2 Millionen Dollar für die Nutzung seines privaten Flugzeugs. Das entspricht einem Anstieg von 123% gegenüber den 7,7 Millionen Dollar im Vorjahr.
Star-Investor Michael Burry machte die Zahlen öffentlich. Jefferies-Analyst Brent Thill rechnete vor: Die Summe impliziere zwischen 1.147 und 2.457 Flugstunden – je nach Flugzeugtyp. Zum Vergleich: Meta-Chef Mark Zuckerberg verursachte rund 1,8 Millionen Dollar, der CEO von Palo Alto Networks etwa 2,4 Millionen Dollar an ähnlichen Kosten.
Milliarden-Deal mit Heimatschutzministerium
Auf der positiven Seite steht ein fünfjähriger Rahmenvertrag mit dem US-Heimatschutzministerium im Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar. Der Deal verschafft sämtlichen DHS-Behörden direkten Zugriff auf die Plattformen Gotham und Foundry – ohne separate Ausschreibungsverfahren.
Die Systeme sollen für Fallmanagement, Bedrohungsanalyse, Logistikkoordination und Notfallplanung bei Behörden wie Secret Service, FEMA, TSA und CISA zum Einsatz kommen. Der Vertrag stärkt Palantirs Position im lukrativen Behördengeschäft erheblich.
Europäischer Gegenwind
Deutlich schwieriger gestaltet sich die Expansion in Europa. Palantir verklagte das Schweizer Magazin Republik, nachdem dieses berichtet hatte, wie Schweizer Behörden wiederholt Aufträge an das Unternehmen ablehnten. Eine interne Analyse der Schweizer Armee vom Dezember 2024 kam zum Schluss, dass US-Behörden möglicherweise Zugriff auf sensible Militärdaten über Palantirs Systeme erhalten könnten.
Die Klage zielt nicht auf Schadensersatz, sondern auf ein vermeintlich verweigertes Gegenäußerungsrecht nach Schweizer Medienrecht. CEO Karp räumte ein, dass es in Teilen Europas "echte Zurückhaltung" gegenüber Palantir gebe. Im britischen Parlament forderte Labour-Abgeordneter Clive Lewis mit Verweis auf die Schweizer Ablehnung, Großbritannien solle sich bei Verteidigungsaufträgen von Palantir "abwenden".
Analysten bleiben optimistisch
Trotz des Kursrückgangs erneuerten mehrere Analysten ihr Vertrauen. Mizuho stufte die Aktie am 18. Februar von Neutral auf Outperform hoch, mit einem Kursziel von 195 Dollar. Analyst Gregg Moskowitz bezeichnete Palantir als "Kategorie für sich" und verwies darauf, dass das geschätzte Bewertungsverhältnis von Unternehmenswert zu Free Cashflow in den ersten sechs Wochen des Jahres um rund 46% gesunken sei.
HSBC und Northland Securities erhöhten ihre Kursziele auf 205 bzw. 190 Dollar. Das Handelsvolumen lag am Montag mit 52,2 Millionen Aktien etwa 18% über dem Dreimonatsdurchschnitt – ein Zeichen für erhöhte Investorenaktivität.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Palantir hat für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 7,18 bis 7,20 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt – ein Wachstum von rund 61%. Im abgelaufenen Jahr steigerte das Unternehmen den Erlös um 56% auf 4,48 Milliarden Dollar. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 4. Mai erwartet. Bis dahin dürften die Diskussionen um Governance-Fragen und die europäische Expansion weitergehen.
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