Nach einem volatilen Start in das Börsenjahr 2026 deutet sich bei Palantir eine Stabilisierung an. Verantwortlich für den jüngsten Optimismus ist eine Kombination aus fundamentaler Stärke im Regierungsgeschäft und frischem Rückenwind von der Wall Street. Während ein neuer Großauftrag die Auftragsbücher füllt, sieht eine Investmentbank trotz ambitionierter Bewertung noch deutliches Aufwärtspotenzial für den KI-Spezialisten.

Analyst sieht 28 Prozent Potenzial

Truist Securities hat die Beobachtung der Palantir-Aktie aufgenommen und sorgt mit einer offensiven Einschätzung für Aufmerksamkeit. Analyst Arvind Ramnani vergibt das Rating "Buy" und setzt das Kursziel auf 223 USD fest. Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 179,41 USD entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von rund 24 Prozent (im Quelltext bezogen auf den Vortageskurs ca. 28 Prozent).

Die Begründung stützt sich primär auf Palantirs "Artificial Intelligence Platform" (AIP). Ramnani klassifiziert das Unternehmen als "Best-in-Class"-Asset, das wie kaum ein anderer Anbieter in der Lage sei, die Implementierung generativer KI bei Regierungen und Großunternehmen voranzutreiben.

Zwar wird die hohe Bewertung des Konzerns anerkannt, doch laut Truist rechtfertigen die Finanzkennzahlen diesen Aufschlag. Besonders hervorgehoben werden die Free-Cash-Flow-Marge von über 40 Prozent und die Serie von mittlerweile zwölf Quartalen mit positivem GAAP-Ergebnis in Folge. Damit tritt das Unternehmen Bedenken entgegen, die Profitabilität würde zu stark durch aktienbasierte Vergütungen verwässert.

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Großauftrag aus Großbritannien

Unterfüttert wird die Analystenmeinung durch operative Erfolge in Europa. Das britische Verteidigungsministerium (MoD) hat Palantir einen Auftrag im Wert von 240 Millionen Pfund (ca. 305 Millionen Dollar) erteilt. Der Vertrag läuft über drei Jahre und zielt auf die Bereitstellung von Datenanalyse-Funktionen für strategische und taktische Entscheidungen ab.

Die Dimension dieses Deals ist signifikant: Das Volumen ist dreimal so groß wie die vorherige Vereinbarung aus dem Jahr 2022. Im Gegenzug verpflichtet sich Palantir zu Investitionen von 1,5 Milliarden Pfund in Großbritannien sowie zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Dieser Schritt festigt die strategische Partnerschaft, die bereits während eines Staatsbesuchs im September thematisiert wurde.

Marktlage und Ausblick

Diese Nachrichtenlage half der Aktie, sich von den Verlusten der ersten Handelstage des Jahres 2026 zu erholen. Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye des Vorjahres und eine Umschichtung in Halbleiterwerte hatten den Kurs kurzzeitig belastet.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf Anfang Februar, wenn Palantir die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegt. Die Wall Street rechnet mit einem Umsatzwachstum von 54 Prozent für das Abschlussquartal. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen an die internationale KI-Adoption erfüllen und weitere staatliche Großaufträge nach dem Vorbild des UK-Deals sichern kann.

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