Palantir bekommt nach der jüngsten Kurskorrektur wieder mehr Rückendeckung von der Wall Street. Gleich zwei große Häuser haben sich Ende Februar klar positiv positioniert. Doch was trägt diesen Optimismus – und wo bleibt der Haken?

Zwei Kaufvoten nach der Korrektur

UBS hat die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel bei 180 US-Dollar belassen. Die Argumentation: Nach dem Rücksetzer wirke die Bewertung attraktiver, zumal Palantir aus Sicht der Analysten genau dort sitzt, wo aktuell viel Geld hinfließt – in KI- und Datensoftware.

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Rosenblatt Securities startete die Beobachtung ebenfalls mit „Buy“ und einem Kursziel von 150 US-Dollar. Palantir wird dort als KI-Software-Anbieter mit einer ungewöhnlich starken Wettbewerbsposition beschrieben. Als Gründe nennt Rosenblatt einen nachhaltig wirkenden Wachstumspfad und operative Hebel – also die Aussicht, dass steigende Umsätze überproportional im Ergebnis ankommen.

Zahlen, die die Story stützen

Der Schub kommt nicht aus dem Nichts. Anfang Februar hatte Palantir starke Quartalszahlen für Q4/2025 vorgelegt: 1,41 Mrd. US-Dollar Umsatz (plus 70% zum Vorjahr) und 0,25 US-Dollar Gewinn je Aktie, etwas über den Erwartungen. Auffällig war zudem die Dynamik im US-Geschäft: Erstmals überstieg der US-Umsatz in einem Quartal die Marke von 1 Mrd. US-Dollar, getragen von kräftigem Wachstum sowohl bei kommerziellen Kunden als auch im Government-Bereich.

Ein weiterer Punkt, den Optimisten gern hervorheben: Der gesamte Vertragswert (Total Contract Value) lag in Q4 bei 4,3 Mrd. US-Dollar – ein Rekordquartal. Gleichzeitig stieg die Kundenzahl auf 954, was auf zusätzliche Neukunden und eine breitere Nutzung der Plattform hindeutet.

Auch der Ausblick fiel aus Sicht vieler Analysten ambitioniert aus. Palantir stellte für 2026 einen Umsatz von rund 7,18 bis 7,20 Mrd. US-Dollar in Aussicht und sprach von US-Commercial-Wachstum von über 115%.

Bewertung bleibt das Nadelöhr

Trotz der bullischen Töne bleibt der zentrale Streitpunkt bestehen: der Preis. UBS räumt das indirekt ein, argumentiert aber, die Aktie sei auf Basis des eigenen Free-Cash-Flow-Modells (50x der 2027er-Schätzung) „sehr attraktiv“. Gleichzeitig verweist UBS auf Risiken durch Konkurrenz – etwa große Cloud-Anbieter („Hyperscaler“), Databricks oder KI-Modell-Anbieter – sieht aber in aktuellen Checks keine „materiell“ neue Bedrohung.

Dazu kommt das Marktumfeld: Selbst mit positiven Analystenkommentaren waren die Gewinne begrenzt, weil Nasdaq und S&P 500 laut Reuters auf den stärksten Monatsverlust seit März 2025 zusteuerten. In so einer Phase sitzen Anleger bei hoch bewerteten Wachstumswerten oft besonders nervös am Hebel.

Beim Blick auf die bereitgestellten Daten zeigt sich außerdem: Der Titel hat sich zwar am Freitag leicht verbessert, liegt aber auf 30 Tage gesehen deutlich im Minus (‑11,88%) und bleibt klar unter dem 50‑Tage- sowie 200‑Tage-Durchschnitt.

Im März dürfte sich die kurzfristige Richtung an zwei Faktoren entscheiden: ob Palantir das hohe Wachstumstempo und die starke Vertragsdynamik aus Q4 in die nächsten Quartale tragen kann – und ob das angespannte Gesamtmarktumfeld (inklusive Zins- und Inflationssignale) wieder mehr Spielraum für teuer bewertete Softwarewerte lässt.

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