Nvidia Aktie: Rekord und GTC
Nvidia liefert erneut Rekordzahlen ab – und setzt gleichzeitig strategisch nach. Neben dem starken Quartal rückt vor allem ein riesiges Investment in OpenAI in den Fokus. Und schon in zwei Wochen könnte die nächste Produktoffensive folgen.
Rekordquartal – mit sehr hohen Margen
Im Ende Januar abgeschlossenen vierten Quartal (Geschäftsjahr 2026) meldete Nvidia einen Umsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar. Das war nicht nur ein neuer Rekord, sondern auch ein kräftiger Sprung gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr kam der Konzern auf 215,9 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Auffällig bleibt die Profitabilität: Im Geschäftsjahr 2026 erzielte Nvidia laut Bericht 71% Bruttomarge sowie eine Nettomarge von 55,6% – unterm Strich 120,1 Milliarden US-Dollar Gewinn. Für das laufende erste Quartal stellt das Management weiterhin Bruttomargen „nahe 75%“ in Aussicht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lag Nvidia mit 1,62 US-Dollar über den Analystenschätzungen (1,53 US-Dollar).
OpenAI: 30 Milliarden – und viel Rechenleistung
Besonders weitreichend ist die bestätigte Beteiligung an OpenAIs Finanzierungsrunde. OpenAI kündigte 110 Milliarden US-Dollar frisches Kapital an – bei einer Bewertung von 730 Milliarden US-Dollar vor der Kapitalerhöhung. Nvidia steuert dabei 30 Milliarden US-Dollar bei (neben 30 Milliarden von SoftBank und 50 Milliarden von Amazon).
Der Deal hat aber nicht nur eine Finanzseite. OpenAI sichert sich im Rahmen der Vereinbarung auch Rechenkapazität für die nächste Generation: zugesagt sind 3 Gigawatt dedizierte Inference-Kapazität und 2 Gigawatt Training auf „Vera Rubin“-Systemen – der Nachfolgeplattform der aktuellen Blackwell-Architektur. Damit rückt Nvidia noch stärker in die Rolle eines strategischen Partners im Zentrum des KI-Ökosystems, nicht nur als Lieferant von Hardware.
Rechenzentrum dominiert – aber das Wachstum wird ruhiger
Der wichtigste Wachstumstreiber bleibt das Data-Center-Geschäft. Im vierten Quartal stiegen die Umsätze dort auf 62,3 Milliarden US-Dollar, wobei Hyperscaler laut Nvidia „gut die Hälfte“ der Data-Center-Erlöse ausmachten. Gleichzeitig verweisen Beobachter auf eine leichte Abkühlung beim Tempo: Das sequenzielle Wachstum im Data Center lag im vierten Quartal bei 22% – nach 25% im dritten Quartal. Auch der Ausblick für das erste Quartal (Umsatz rund 78 Milliarden US-Dollar, plus/minus 2%) impliziert gegenüber dem Vorquartal ein geringeres sequenzielles Wachstum.
Bemerkenswert: In dieser Prognose rechnet Nvidia explizit mit keinem Data-Center-Compute-Umsatz aus China.
GTC ab 16. März: Neue Chips im Anflug
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 16. März startet die GTC 2026. CEO Jensen Huang hat „mehrere neue Chips“ angekündigt, „die die Welt so noch nicht gesehen“ habe. Berichte deuten darauf hin, dass Nvidia eine neue Plattform zeigen will, die speziell bei KI-Inference – also dem Ausführen trainierter Modelle – schneller arbeiten soll als bisher.
Zusätzlich wird spekuliert, dass Nvidia in der Keynote auch schon über „Vera Rubin“ hinausblickt und erstmals „Feynman“-Chips öffentlich zeigt, die laut Berichten auf TSMCs A16-Prozess basieren sollen.
Am Markt stand die Aktie zum Wochenschluss dennoch unter Druck: Am Freitag ging es um 4,2% auf 149,96 Euro nach unten.
Am 16. März dürfte sich dann konkretisieren, wie Nvidia die nächste Wachstumsphase technologisch untermauern will – und ob der Fokus stärker in Richtung effizienterer Inference-Plattformen rückt, während das Data-Center-Wachstum im Vergleich zu den Vorquartalen etwas an Dynamik verliert.
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