Palantir Aktie: Stimmung dreht
Lange galt Palantir an der Wall Street als zu teuer und schwer greifbar. Doch nach den jüngsten Rekordzahlen bröckelt die Skepsis der großen Banken. Mit der UBS wechselt nun einer der prominentesten Kritiker ins Lager der Bullen – und das aus einem konkreten Grund: Die operative Dynamik scheint die Bewertungsbedenken zu überrollen.
Analysten kapitulieren vor Wachstum
Die Schweizer Großbank UBS hat ihre bisherige Zurückhaltung aufgegeben. Analysten stuften das Papier am Donnerstag von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und setzten das Kursziel auf 180 US-Dollar. Ausschlaggebend für diesen Meinungsumschwung ist die Erkenntnis, dass die massive Nachfrage nach KI- und Datenlösungen die Sorgen um die hohe Bewertung zunehmend in den Hintergrund drängt.
Dieser Schritt steht nicht isoliert da. Bereits im Februar hatte Mizuho das Rating auf „Outperform“ angehoben. Der Konsens unter institutionellen Analysten verschiebt sich spürbar: Die Angst vor einer KI-Disruption weicht der Überzeugung, dass Palantir einer der Hauptprofiteure dieser Entwicklung ist.
Rekordzahlen als Fundament
Untermauert wird der Optimismus durch den stärksten Quartalsbericht seit dem Börsengang. Palantir übertraf im vierten Quartal 2025 mit einem Umsatz von 1,41 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,25 US-Dollar die Erwartungen deutlich.
Besonders das US-Geschäft erwies sich als Wachstumsmotor: Der kommerzielle Umsatz in den Vereinigten Staaten sprang um 137 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen profitiert dabei von seinem „Bootcamp“-Vertriebsmodell. Dieser Ansatz, bei dem Ingenieure funktionierende KI-Workflows innerhalb von Tagen statt Monaten direkt beim Kunden implementieren, hat die Verkaufszyklen drastisch verkürzt.
Volle Auftragsbücher und Ausblick
Auch der Blick in die Zukunft überzeugt die Experten. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management ein Umsatzwachstum von rund 61 Prozent in Aussicht. Parallel dazu sichert sich der Konzern wichtige strategische Partnerschaften, etwa mit Rackspace Technology oder Airbus, und baut seine Position im Regierungsgeschäft weiter aus. Allein kürzlich wurden Bundesverträge im Wert von über 900 Millionen US-Dollar finalisiert, was das Vertrauen der öffentlichen Hand in die Softwarelösungen unterstreicht.
Die Bewertungsfrage bleibt
Trotz der Euphorie bleibt die Bewertung ein Streitpunkt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zudem zeigt sich eine Diskrepanz zwischen den Märkten: Während die USA boomen, wuchs das internationale Geschäft im letzten Quartal nur um 8 Prozent. CEO Alex Karp führt dies auf eine gewisse Zurückhaltung in Europa und Kanada zurück, was die Abhängigkeit vom US-Markt erhöht.
Mit einer schuldenfreien Bilanz und über 7 Milliarden Dollar Cash ist das Unternehmen finanziell flexibel aufgestellt. Ob die ambitionierte Bewertung langfristig tragfähig ist, wird sich beim nächsten Quartalsbericht am 5. Mai 2026 zeigen. Entscheidend wird dann sein, ob das explosive US-Wachstum die Schwäche im internationalen Geschäft weiterhin kompensieren kann.
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