Ende Februar erhielt Palantir Technologies gleich drei Kaufempfehlungen innerhalb weniger Tage – und das inmitten eines massiven Kursrückgangs von rund 35 Prozent. UBS, Rosenblatt Securities und zuvor bereits Mizuho sehen im aktuellen Kursniveau eine attraktive Einstiegschance. Doch kann der KI-Spezialist die hohen Erwartungen rechtfertigen?

Wall Street sieht Kaufchance nach Kursrutsch

UBS-Analyst Karl Keirstead stufte Palantir am 27. Februar von Neutral auf Buy hoch und setzte ein Kursziel von 180 US-Dollar. Seine Begründung: Der deutliche Kursrückgang habe einen attraktiven Einstiegspunkt geschaffen. Keirstead verwies auf aktuelle Marktbeobachtungen, die eine anhaltend hohe Nachfrage bei Bestandskunden zeigten. UBS erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum von rund 70 Prozent bei Margen im mittleren 50-Prozent-Bereich.

Am selben Tag startete Rosenblatt Securities die Abdeckung mit Buy und einem Kursziel von 150 US-Dollar. Die Analysten hoben die Wettbewerbsposition des Unternehmens sowie die Kombination aus starkem Umsatzwachstum und hoher Profitabilität hervor. Als Beleg nannten sie ein Umsatzplus von 56 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten und eine Bruttomarge von 82 Prozent.

Bereits eine Woche zuvor hatte Mizuho Securities Palantir auf Outperform hochgestuft und ein Kursziel von 195 US-Dollar ausgegeben. Analyst Gregg Moskowitz bezeichnete die Kombination aus Wachstum und Margenexpansion als einzigartig im Software-Sektor.

Rekordergebnisse im vierten Quartal

Die Analystenoptimismus basiert maßgeblich auf den Quartalszahlen vom 2. Februar. Palantir meldete für Q4 2025 einen Gewinn je Aktie von 0,25 US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 0,23 US-Dollar. Der Umsatz erreichte 1,41 Milliarden US-Dollar gegenüber erwarteten 1,34 Milliarden US-Dollar.

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Besonders stark entwickelte sich das US-Geschäft: Erstmals überschritt der Umsatz in den Vereinigten Staaten die Marke von einer Milliarde US-Dollar in einem Quartal. Das kommerzielle US-Geschäft legte um 137 Prozent im Jahresvergleich zu, während der Regierungsbereich um 66 Prozent wuchs. Palantir schloss im vierten Quartal Verträge im Volumen von 4,26 Milliarden US-Dollar ab – ein Anstieg von 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für 2026 stellte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das würde ein Wachstum von etwa 61 Prozent bedeuten.

Bewertungsfrage bleibt offen

Trotz der positiven Analystenstimmen notiert die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem Allzeithoch von 207,52 US-Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 218, die Marktkapitalisierung beträgt rund 328 Milliarden US-Dollar. Die Bewertung bleibt damit anspruchsvoll, insbesondere vor dem Hintergrund möglicherweise länger erhöhter Zinsen und zunehmenden Wettbewerbs durch Cloud-Anbieter und andere KI-Plattformen.

Mitte Mai wird Palantir voraussichtlich die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegen. Dann zeigt sich, ob die beschleunigte kommerzielle Akzeptanz und die Expansion im Verteidigungsbereich ausreichen, um die ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen.

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