Oracle treibt seine KI-Strategie heute mit einem wichtigen Produktstart in Großbritannien voran. Doch die Stimmung an der Börse ist getrübt. Eine frische Herabstufung durch Analysten bremst die Euphorie und lenkt den Blick der Anleger auf die Bilanzqualität statt auf technologische Fortschritte.

KI-Offensive im Gesundheitswesen

Heute verkündete Oracle Health die allgemeine Verfügbarkeit seines „Clinical AI Agent“ für den britischen Markt. Das Tool nutzt Sprachtechnologie, um klinische Notizen automatisch zu generieren. Ziel ist es, die Dokumentationszeit für den National Health Service (NHS) und private Praxen um rund 40 Prozent zu senken. Dieser strategische Schritt folgt auf erfolgreiche Pilotphasen und ist Teil einer bereits angekündigten Investition von fünf Milliarden US-Dollar in die britische Cloud-Infrastruktur.

Analysten streiten über Bewertung

Trotz der operativen Fortschritte herrscht am Markt Uneinigkeit über die finanzielle Perspektive des Konzerns. Melius Research stufte die Aktie gestern von „Buy“ auf „Hold“ herab und setzte ein Kursziel von 160 US-Dollar. Analyst Ben Reitzes begründete dies mit Bedenken hinsichtlich der Kapitaleffizienz. Konkret verwies er auf den schwachen Free Cash Flow und die hohe Schuldenlast, die die Monetarisierung der KI-Investitionen erschweren könnten.

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Diese skeptische Haltung steht im Kontrast zur Einschätzung von DA Davidson. Das Analysehaus hatte den Titel erst Anfang der Woche auf „Buy“ hochgestuft (Kursziel: 180 US-Dollar) und dabei das Potenzial durch die Partnerschaft mit OpenAI sowie den stabilen Auftragsbestand im Cloud-Bereich hervorgehoben.

Rückenwind aus der Branche

Während sich die Experten über die Bilanz streiten, liefert das operative Geschäft weitere Argumente für die Wachstumsstory. Neben dem UK-Launch sicherte sich Oracle gestern einen Auftrag der US-Behörde CMS (Centers for Medicare & Medicaid Services) für Cloud-Migrationsaufgaben.

Zudem geben Daten von Wettbewerbern Grund zur Hoffnung. Cisco Systems meldete gestern KI-Infrastrukturaufträge in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar und hob seine Jahresprognose in diesem Segment an. Das signalisiert eine ungebrochen robuste Nachfrage nach der zugrundeliegenden Infrastruktur, in der Oracle aggressiv mitbietet.

Die Aktie notiert aktuell im Bereich von 156 US-Dollar und reagiert volatil auf die Gemengelage. Während die Produktpipeline liefert, müssen die kommenden Quartale beweisen, dass die massiven Ausgaben schnell genug in profitables Wachstum umgemünzt werden können, um die Bewertung zu rechtfertigen.

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