Oracle bekommt heute gleich von zwei Seiten Unterstützung: Ein Analysten-Upgrade sorgt für neuen Schwung, dazu kommen frische KI-Funktionen aus dem eigenen Cloud-Portfolio. Die Aktie hat sich damit zurück an die Marke von 156 US-Dollar gearbeitet – und distanziert sich vorerst vom Druck, den der große Finanzierungsplan für 2026 zuletzt ausgelöst hatte. Doch wie nachhaltig ist die Erholung, wenn der Markt bei Kapitalbedarf und Wettbewerb weiter zweigeteilt bleibt?

Wichtige Fakten im Überblick:
- Kursniveau: zurück um 156 US-Dollar (nach Tiefs nahe 136 US-Dollar)
- D.A. Davidson: Upgrade auf Buy, Kursziel 180 US-Dollar
- Melius Research: Abstufung auf Hold, Kursziel 160 US-Dollar
- Finanzierungsplan 2026: 45 bis 50 Mrd. US-Dollar (Fremd- und Eigenkapital)
- Aktienprogramm: 20 Mrd. US-Dollar „at-the-market“ (ATM)

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Analysten treiben die Bewegung

Den Anstoß lieferte D.A. Davidson: Die Investmentbank stufte Oracle am Montag von „Neutral“ auf „Buy“ hoch. Analyst Gil Luria setzte ein Kursziel von 180 US-Dollar und verwies dabei auf neues Vertrauen in die Partnerschaft mit OpenAI. Risiken in der Zusammenarbeit seien inzwischen „angemessener“ im Kurs eingepreist. Zudem erwartet D.A. Davidson, dass die überarbeitete OpenAI-Kooperation in diesem Jahr ihre Infrastruktur-Zusagen gegenüber Oracle erfüllt.

Das steht im klaren Kontrast zur Stimmung der Vorwoche. Damals rutschte die Aktie in Richtung 136 US-Dollar, nachdem Oracle seinen Finanzierungsrahmen von 45 bis 50 Mrd. US-Dollar für das Kalenderjahr 2026 bekannt gemacht hatte.

Neue KI-Agenten und Funktionen für die Produktion

Zusätzlichen Rückenwind bringt heute eine Produktmeldung: Oracle integriert neue KI-Agenten in die Oracle Fusion Cloud Applications. Laut Unternehmen sollen diese autonomen Agenten Arbeitsabläufe in Marketing, Vertrieb und Service automatisieren.

Parallel stellte Oracle neue Funktionen für Prozessfertigung innerhalb der SCM-Suite (Supply Chain & Manufacturing) vor. Zielgruppe sind regulierte Branchen. Genannt wurden unter anderem Synchronisierung von Rezepturen/Formeln sowie Freigaben elektronischer Batch-Datensätze, um die Transparenz in der Produktion zu verbessern.

Kapitalstrategie bleibt Streitpunkt

Trotz der Rally bleibt der Blick auf die Kapitalplanung kritisch. Melius Research stufte die Aktie am Montag auf „Hold“ herunter und nennt 160 US-Dollar als Kursziel. Analyst Ben Reitzes begründete das mit Sorgen um den Free Cashflow und dem harten KI-Wettbewerb durch Hyperscaler wie Microsoft und Google.

Im Fokus steht außerdem das 20-Mrd.-US-Dollar-ATM-Aktienprogramm, das Teil der 2026-Finanzierungsstrategie ist. Oracle will damit Cloud-Kapazitäten ausbauen – unter anderem für Kunden wie NVIDIA und xAI.

Als nächster wichtiger Termin gelten die Q3-Zahlen des Geschäftsjahres 2026, die laut Schätzung Anfang März erwartet werden.

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