Oracle Aktie: Auftrag verpufft
Oracle meldet einen prestigeträchtigen Erfolg im Behördengeschäft: Die US-Regierung setzt für ihre Gesundheitsdienste künftig auf die Cloud des Software-Konzerns. Doch an der Börse sorgt die Meldung heute nicht für Begeisterung, die Papiere geben nach. Im Fokus der Anleger stehen offenbar weniger die aktuellen Einnahmen als die massiven Kosten der geplanten KI-Offensive.
Regierungs-Cloud als Wachstumstreiber
Der Zuschlag der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) ist operativ ein wichtiger Schritt für Oracle. Der Konzern wurde ausgewählt, um die veralteten IT-Systeme der Behörde zu modernisieren und Workloads in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zu überführen. Entscheidend für diesen Deal war die hohe Sicherheitszertifizierung "FedRAMP High", die Oracle für sensible Regierungsaufträge qualifiziert.
Das Ziel der Zusammenarbeit ist nicht nur eine reine Datenmigration. Die Behörde plant, durch die Partnerschaft moderne KI- und Analysetools in ihre Abläufe zu integrieren. Parallel dazu meldete Oracle einen weiteren Erfolg im Gesundheitssektor: Die Einrichtung Hillsboro Health wird künftig KI-Lösungen des Konzerns nutzen, um klinische Dokumentationen zu automatisieren.
Die Kehrseite der Medaille: Massive Kosten
Warum reagiert die Aktie auf diese operativen Erfolge mit Kursverlusten von rund 2,5 Prozent? Der Markt blickt besorgt auf die Kapitalseite. Um im KI-Wettrennen gegen übermächtige Konkurrenten wie Amazon (AWS) und Microsoft bestehen zu können, muss Oracle massiv investieren.
Erst kürzlich enthüllte das Unternehmen einen Finanzierungsplan, der vorsieht, im laufenden Kalenderjahr zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar aufzunehmen. Dieses Kapital ist für den aggressiven Ausbau der KI-Infrastruktur vorgesehen. Anleger fürchten, dass diese enormen Ausgaben die Margen belasten könnten, bevor sich die KI-Monetarisierung in der Bilanz niederschlägt.
Chartbild bleibt angeschlagen
Die Skepsis der Investoren spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Mit einem aktuellen Preis im Bereich von 156 US-Dollar notiert das Papier inzwischen mehr als 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von gut 280 US-Dollar. Auch seit Jahresbeginn steht ein Minus von über 20 Prozent zu Buche.
Für die weitere Entwicklung ist entscheidend, ob Oracle beweisen kann, dass die teuren Infrastruktur-Investitionen schnell genug in profitable Umsätze umgemünzt werden. Während Analysten mit einem durchschnittlichen Kursziel von 297 US-Dollar langfristig optimistisch bleiben, dominiert kurzfristig die Vorsicht vor der hohen Verschuldung für den Infrastrukturausbau.
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