Oracle hat am Donnerstag einen 88-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US Air Force an Land gezogen. Der Cloud-Anbieter setzt damit ein Ausrufezeichen im lukrativen Behördengeschäft – zeitgleich verdichten sich jedoch Berichte über drastische Sparmaßnahmen zur Finanzierung der KI-Expansion.

Air Force und Gesundheitsbehörde setzen auf Oracle Cloud

Die US-Luftwaffe bindet Oracle Cloud Infrastructure (OCI) in ihr „Cloud One"-Programm ein. Der Festpreisauftrag über 88 Millionen Dollar soll die IT-Infrastruktur der Air Force modernisieren. Für Oracle ist dies ein strategischer Erfolg im hart umkämpften Behördenmarkt, wo Amazon Web Services und Microsoft Azure traditionell dominieren.

Parallel dazu sicherte sich Oracle diese Woche einen weiteren Großauftrag: Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) lagern kritische Systeme auf OCI aus. Das Projekt betrifft über 150 Millionen Amerikaner und nutzt Oracles „FedRAMP High"-zertifizierte Umgebung für sensible Behördendaten.

Massiver Stellenabbau zur KI-Finanzierung?

Während die Auftragseingänge überzeugen, wachsen die Sorgen um die Finanzierungslast. Analysten von TD Cowen schätzen laut Medienberichten, dass Oracle 20.000 bis 30.000 Stellen weltweit streichen könnte. Ziel wäre es, 8 bis 10 Milliarden Dollar für den Ausbau von KI-Rechenzentren freizusetzen.

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Oracle selbst äußerte sich nicht zu konkreten Zahlen. Klar ist jedoch: Das Unternehmen plant, 2026 zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar aufzunehmen. Ein erheblicher Teil dieser Summe fließt in die Infrastruktur für die 300-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit OpenAI.

Analysten gespalten

Die Einschätzungen am Markt gehen auseinander. DA Davidson hob das Rating auf „Buy" mit Kursziel 180 Dollar an und verwies auf unterschätzte KI-Partnerschaften. BMO Capital und Citizens JMP hingegen senkten ihre Kursziele – Bewertungsrisiken und Umsetzungszweifel belasten.

Die Aktie schloss am Donnerstag bei 156,48 Dollar, ein Minus von 0,43 Prozent. Das liegt deutlich unter den jüngsten Hochs. Anleger balancieren zwischen dem langfristigen Potenzial der KI-Pipeline und den unmittelbaren Kosten der Expansion.

Am 6. April 2026 endet zudem die Frist für eine Sammelklage bezüglich angeblich unzureichender KI-Offenlegungen. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Auftragsdynamik die Finanzierungssorgen überstrahlen kann.

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