Oracle Aktie: Finanzierungslücke
Oracle steht unter Druck. Der Tech-Konzern muss bis zu 50 Milliarden Dollar aufbringen, um seine Cloud-Infrastruktur für KI-Großkunden wie OpenAI und Meta auszubauen. Gleichzeitig machen Berichte über mögliche Massenentlassungen die Runde. Die Aktie schwankte am Montag heftig – zunächst unter Druck, dann zeitweise im Plus.
50 Milliarden Dollar für Cloud-Ausbau
Am 1. Februar kündigte Oracle offiziell an, im Laufe des Jahres 2026 zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar einsammeln zu wollen. Die Finanzierung soll über eine Mischung aus Anleihen und Aktienemissionen erfolgen. Laut Unternehmen dient das Geld dem Ausbau der Oracle Cloud Infrastructure, um bestehende Verträge mit Kunden wie AMD, Nvidia, TikTok und xAI bedienen zu können.
Konkret plant Oracle, etwa die Hälfte über Eigenkapital zu beschaffen – unter anderem über ein neu genehmigtes At-The-Market-Programm mit einem Volumen von bis zu 20 Milliarden Dollar. Goldman Sachs führt die Anleiheemission, Citigroup die Aktienplatzierungen.
Hintergrund: Die Investmentbank TD Cowen hatte zuvor geschätzt, dass Oracle für seine Infrastruktur-Zusagen insgesamt rund 156 Milliarden Dollar an Investitionen stemmen muss – getrieben vor allem durch den 300-Milliarden-Dollar-Vertrag mit OpenAI. Mehrere US-Banken haben sich laut Berichten bereits aus der Finanzierung von Oracle-Rechenzentren zurückgezogen, die Risikoaufschläge auf Oracle-Anleihen haben sich seit September etwa verdoppelt.
Gerüchte über 30.000 Stellenstreichungen
Zusätzlich belasteten Spekulationen über drastische Personalkürzungen. TD Cowen berichtete laut CIO.com vom 30. Januar, Oracle erwäge den Abbau von 20.000 bis 30.000 Stellen – das wären rund 18 Prozent der weltweit etwa 162.000 Beschäftigten. Die Maßnahme könnte laut Analysteneinschätzung 8 bis 10 Milliarden Dollar Cashflow freisetzen.
Zudem steht angeblich der Verkauf der Healthcare-Sparte Cerner im Raum, die Oracle 2022 für 28,3 Milliarden Dollar übernommen hatte. Oracle selbst hat sich zu den Entlassungsplänen bisher nicht geäußert.
Quartalszahlen Anfang März
Die Aktie hat seit ihrem Höhepunkt im September 2025 rund 50 Prozent verloren. Im Dezember ging es nach enttäuschenden Quartalsergebnissen um 11 Prozent abwärts. Am 9. März wird Oracle voraussichtlich die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal (Stichtag 28. Februar) vorlegen – dann dürfte sich zeigen, ob die aggressive Finanzierungsstrategie bei Investoren auf Akzeptanz stößt.
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