Oracle Aktie: Milliarden-Poker
Oracle steht vor einem Dilemma: Der Konzern will massiv in KI-Rechenzentren investieren, doch die Finanzierung wird zum Problem. Laut einem Bericht der Investmentbank TD Cowen vom 30. Januar erwägt das Unternehmen drastische Schritte – darunter den Abbau von bis zu 30.000 Stellen und den Verkauf der 2022 übernommenen Gesundheitssparte Cerner. Die Rechnung ist simpel: Um im lukrativen KI-Geschäft mitzuhalten, braucht Oracle Kapital. Viel Kapital.
Banken werden nervös
Der Druck kommt nicht von ungefähr. Oracle hat seine Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2026 auf rund 50 Milliarden Dollar hochgeschraubt – 15 Milliarden mehr als ursprünglich veranschlagt. TD Cowen schätzt, dass allein ein Großauftrag mit OpenAI Investitionen von etwa 156 Milliarden Dollar erfordern könnte.
Diese Summen lassen Finanziers aufhorchen. Mehrere US-Banken haben sich Berichten zufolge aus der Finanzierung von Oracle-Rechenzentren zurückgezogen. Gleichzeitig sind die Kosten für Kreditausfallversicherungen auf Oracle-Anleihen gestiegen – ein Zeichen, dass der Markt das Risiko höher einschätzt.
Nachfrage als Treiber
Die aggressive Ausgabenpolitik hat einen klaren Grund: Die Nachfrage nach Oracles Cloud-Diensten explodiert förmlich. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legte der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur (IaaS) um 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.
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Noch eindrucksvoller ist der Auftragsbestand: Die sogenannten Remaining Performance Obligations (RPO) – vereinfacht gesagt, vertraglich zugesicherte zukünftige Umsätze – beliefen sich zuletzt auf 523 Milliarden Dollar. Dieser Berg an Aufträgen, getrieben durch Cloud- und KI-Verträge, muss nun durch entsprechende Rechenzentrumskapazitäten bedient werden.
Parallel baut Oracle sein Portfolio weiter aus. Ende Januar stellte das Unternehmen eine KI-Plattform für die Pharmaforschung vor und verkündete eine Kooperation mit 300 Unternehmen in Singapur zur Förderung von KI-Initiativen.
Entscheidende Monate voraus
Für Investoren wird die nächste Quartalspräsentation Mitte März zum Lackmustest. Dann wird sich zeigen, wie Oracle den Spagat zwischen Wachstumschancen und Finanzierungsdruck meistert. Besonders interessant: Nimmt der Konzern offiziell Stellung zu den kolportierten Sparmaßnahmen? Die Zahlen zu Investitionsausgaben, Cloud-Wachstum und dem Status der Großaufträge dürften die Richtung vorgeben.
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