Microsoft steht am Dienstag, 3. Februar 2026, im Spannungsfeld zwischen ehrgeizigen KI-Ambitionen und wachsenden Zweifeln der Anleger. Der Aktienkurs schwankt um die 423 US-Dollar-Marke, nachdem ein Bericht über Spannungen zwischen OpenAI und Nvidia für Unruhe sorgt. Zugleich lasten die Nachwehen der jüngsten Quartalszahlen auf dem Titel – trotz starker Ergebnisse.

OpenAI sucht Alternativen zu Nvidia

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichtet, prüft OpenAI – Microsofts wichtigster Partner im KI-Geschäft – Alternativen zu Nvidias Chips für sogenannte Inferenz-Aufgaben. Das Unternehmen zeigt sich demnach unzufrieden mit der aktuellen Hardware-Effizienz und testet andere Optionen.

Nvidia-CEO Jensen Huang widersprach zwar öffentlich und versicherte „enorme" Investitionen in OpenAI. Doch die Meldung unterstreicht eine zentrale Schwachstelle in Microsofts Strategie: Die Abhängigkeit von komplexen Infrastruktur-Partnerschaften. Microsoft hat kürzlich einen Azure-Deal mit dem KI-Suchunternehmen Perplexity über 750 Millionen US-Dollar abgeschlossen und verhandelt gemeinsam mit Nvidia und Amazon über weitere Milliarden-Investitionen in OpenAI.

Rekordausgaben belasten Stimmung

Die Aktie arbeitet noch immer die Verluste der vergangenen Woche ab. Nach Vorlage der Zahlen für das zweite Geschäftsquartal am 28. Januar 2026 verlor der Titel rund zehn Prozent.

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Dabei hatte Microsoft operativ überzeugt: Mit einem Gewinn je Aktie von 4,14 US-Dollar (Konsens: 3,86 US-Dollar) und einem Umsatz von 81,27 Milliarden US-Dollar (+16,7 Prozent zum Vorjahr) übertrafen die Zahlen die Erwartungen. Die Anleger fokussierten sich jedoch auf die Kapitalausgaben: 37,5 Milliarden US-Dollar im Quartal – ein Plus von 66 Prozent. Die Ausgaben fließen in den massiven Ausbau der KI-Infrastruktur. Gleichzeitig verlangsamte sich das Wachstum bei Azure, der Cloud-Sparte des Konzerns.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Aktueller Kurs: ~423 US-Dollar
- Gewinn je Aktie Q2: 4,14 US-Dollar
- Umsatz Q2: 81,27 Milliarden US-Dollar
- Kapitalausgaben Q2: 37,5 Milliarden US-Dollar (+66%)

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der jüngsten Kursschwäche stufen Analysten die Aktie im Konsens weiterhin mit „Moderate Buy" ein. Das mittlere Kursziel liegt bei rund 598 US-Dollar – was einem deutlichen Aufwärtspotenzial entspricht. Microsoft kündigte zudem eine Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Aktie an, zahlbar am 12. März.

Die zentrale Frage bleibt: Kann Microsoft seine aggressiven KI-Investitionen – Schätzungen zufolge über 100 Milliarden US-Dollar allein im Jahr 2026 – mit stabilem Margenwachstum und einer Beschleunigung bei Azure in Einklang bringen? Die Antwort dürfte die Kursentwicklung der kommenden Monate maßgeblich bestimmen.

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