Broadcom positioniert sich zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu Nvidia im Markt für KI-Chips. Der Halbleiterkonzern profitiert davon, dass die großen Tech-Konzerne ihre Lieferketten diversifizieren – und setzt dabei auf maßgeschneiderte Chips für einzelne Kunden. Jüngste Entwicklungen zeigen: Die Strategie trägt Früchte.

Google macht TPU öffentlich zugänglich

Der Durchbruch: Google hat sein KI-Modell Gemini 3 mit Tensor Processing Units (TPUs) trainiert, die gemeinsam mit Broadcom entwickelt wurden. Ein Google-Ingenieur aus dem Gemini-Team bezeichnete die Custom Chips gegenüber CNBC als bevorzugte Wahl für rechenintensive KI-Trainingsaufgaben – wenn die Ressourcen vorhanden sind.

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Noch bedeutsamer: Google bietet seine TPUs inzwischen auch externen Cloud-Kunden an. Damit entsteht erstmals ein direkter Wettbewerber zu Nvidias dominanter Position im KI-Chip-Markt. Die Investmentbank Wolfe Research stufte Broadcom deshalb Ende Januar auf "Kaufen" hoch und setzte ein Kursziel von 400 US-Dollar. Die Begründung: Googles Öffnung der TPU-Plattform schaffe einen „echten Konkurrenten zu Nvidia".

Hyperscaler setzen auf Broadcom

Neben Google hat Broadcom weitere bedeutende Partnerschaften gesichert:

  • OpenAI: Mehrjähriger Liefervertrag seit Oktober 2025
  • Anthropic: Bestellung über 10 Milliarden US-Dollar für Custom-Chips
  • Google: Größter Kunde im Custom-Chip-Segment

Analyst Gil Luria von D.A. Davidson attestiert Broadcom, im Bereich maßgeschneiderter Chips „am besten aufgestellt" zu sein. Die Hyperscaler Amazon, Google, Microsoft und Meta suchten aktiv nach Alternativen, um ihre Abhängigkeit von einzelnen Chip-Anbietern zu reduzieren.

Die Zahlen untermauern den Erfolg: Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der KI-Umsatz um 65 Prozent auf 20 Milliarden US-Dollar. Der gesamte Halbleiter-Umsatz erreichte einen Rekordwert von 37 Milliarden US-Dollar.

Risiken bleiben bestehen

Trotz der positiven Entwicklung im KI-Geschäft sieht sich Broadcom mit Herausforderungen konfrontiert. Die Integration von VMware führt zu Kundenabwanderungen, ausgelöst durch die Umstellung auf ein Abo-Modell. Hinzu kommen geopolitische und regulatorische Unsicherheiten.

Ein strukturelles Problem: Die starke Konzentration auf wenige Großkunden. Würde Google künftig direkt mit Chip-Fertiger TSMC zusammenarbeiten – ähnlich wie Apple – wäre das ein erheblicher Rückschlag für Broadcom.

Morgan Stanley hält zwar an einer positiven Einschätzung sowohl für Broadcom als auch Nvidia fest, bevorzugt aber weiterhin Nvidia – „trotz wachsender Begeisterung für ASICs".

Am 4. März folgen die nächsten Quartalszahlen. Sie werden zeigen, ob sich das Wachstum im KI-Geschäft fortsetzt und die VMware-bedingten Belastungen kompensiert werden können.

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