Oracle steht vor einer der größten Finanzierungsrunden seiner Unternehmensgeschichte. Der Softwarekonzern will zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar aufnehmen – das Ziel: Cloud-Infrastruktur für künstliche Intelligenz massiv ausbauen. Doch die Kehrseite der Expansion ist hart: Berichte über drastische Stellenstreichungen machen die Runde.

Die Finanzierung im Detail

Am 1. Februar 2026 gab Oracle bekannt, die Summe etwa hälftig über Fremd- und Eigenkapital beschaffen zu wollen. Der Plan sieht ein "At-the-Market"-Programm über bis zu 20 Milliarden Dollar sowie die Ausgabe von wandelbaren Vorzugsaktien vor. Auf der Fremdkapitalseite plant das Unternehmen eine einmalige Emission vorrangiger Anleihen Anfang des Jahres.

Goldman Sachs führt die Anleihe-Emission an, Citigroup übernimmt die Eigenkapital-Transaktionen. Der Grund für die Offensive: Großkunden wie OpenAI, NVIDIA, Meta, xAI, TikTok und AMD treiben die Nachfrage nach KI-Kapazitäten in die Höhe. Oracle muss liefern – und das erfordert massiven Kapitalaufbau.

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Drastische Sparmaßnahmen im Gespräch

Parallel zur Kapitalerhöhung berichten Analysten von TD Cowen am 2. Februar über mögliche Einschnitte im Personalbestand. Demnach könnten zwischen 20.000 und 30.000 Stellen wegfallen. Ziel der Maßnahme: 8 bis 10 Milliarden Dollar an Cashflow freischaufeln, um die geschätzten 156 Milliarden Dollar für Rechenzentrumsausbau zu stemmen.

Zudem steht offenbar der Verkauf von Cerner zur Debatte – jener Healthcare-IT-Sparte, die Oracle 2022 für 28,3 Milliarden Dollar übernommen hatte. Die Überlegungen zeigen, wie eng der finanzielle Spielraum geworden ist.

Aktie unter Druck

Die Börse reagiert skeptisch. Die Oracle-Aktie notiert bei rund 164 Dollar – ein Rückgang von etwa 50 Prozent seit dem Septemberhoch 2025 bei über 328 Dollar. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen (CDS) erreichten im Dezember 2025 ein Fünfjahreshoch. Erschwerend kommt hinzu: Im Januar 2026 reichten Anleihegläubiger eine Klage ein. Der Vorwurf: Oracle habe den tatsächlichen Finanzierungsbedarf verschleiert.

Der Konzern steht damit vor einem Balanceakt zwischen Wachstumsambitionen im KI-Bereich und finanziellen Risiken. Die geplanten Maßnahmen zeigen, wie hoch der Preis für den Versuch ist, im Cloud-Geschäft mit den großen Hyperscalern mitzuhalten.

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