Oracle Aktie: 50 Milliarden Dollar Kampfansage
Oracle dreht am großen Rad: Der Softwarekonzern will 2026 bis zu 50 Milliarden Dollar einsammeln – über Aktien, Wandelanleihen und neue Bonds. Das Geld fließt direkt in den Ausbau der Oracle Cloud Infrastructure. Dahinter stecken Verträge mit Schwergewichten wie OpenAI, Meta, NVIDIA und AMD. Doch Anleger reagieren nervös: Die Aktie rutschte am Dienstag um 3,37 Prozent auf 154,67 Dollar ab. Aktuell steht der Titel bei 151,80 Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch von 345,72 Dollar.
Eigenkapital und Anleihen: So will Oracle das Geld holen
Die Finanzierung läuft zweigleisig: Etwa die Hälfte über Eigenkapital, die andere über Fremdkapital. Oracle plant erstmals die Ausgabe verpflichtend wandelbarer Vorzugsaktien. Dazu kommt ein At-the-Market-Programm über 20 Milliarden Dollar – die Aktien werden flexibel zu aktuellen Marktpreisen platziert. Auf der Fremdkapitalseite steht Anfang 2026 eine einmalige Anleihe-Emission an. Weitere Bonds soll es im laufenden Jahr nicht geben.
Der Konzern begründet den Schritt mit der explodierenden Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten. Wörtlich heißt es, man beschaffe Kapital, um "die vertraglich zugesicherte Nachfrage unserer größten OCI-Kunden zu erfüllen". Der Clou: Die Anleihe-Tranche stieß auf massives Interesse. BMO Capital berichtet von rund 125 Milliarden Dollar Nachfrage – bei einem Volumen von nur 25 Milliarden Dollar. Analyst Keith Bachman wertet das als positives Signal.
Kursziel gesenkt, aber optimistisch
Trotz der starken Nachfrage nach Oracles Anleihen: BMO Capital senkte das Kursziel von 270 auf 205 Dollar. Die Bewertung "Outperform" bleibt aber bestehen. Der Grund für die Anpassung liegt in niedrigeren Gewinnprognosen. Gleichzeitig sieht die Bank einen Vorteil: Mit der jetzigen Finanzierung dürfte Oracle 2026 keine weitere Kapitalerhöhung brauchen – ein Unsicherheitsfaktor weniger.
Die Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten 38,48 Prozent verloren. Allein in der letzten Woche ging es um 10,49 Prozent nach unten. Der Titel steht damit klar im Abwärtstrend. Das operative Geschäft läuft allerdings solide: Oracle erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 61,02 Milliarden Dollar – ein Plus von 11,07 Prozent.
Für die Umsetzung des Finanzierungspakets hat sich Oracle prominente Unterstützung gesichert. Goldman Sachs führt das Anleihegeschäft, Citigroup begleitet die Aktienplatzierung und die Wandelanleihen. Der Vorstand hat den gesamten Plan bereits genehmigt.
Die Kapitalerhöhung bedeutet kurzfristig Verwässerungsdruck für bestehende Aktionäre. Langfristig zeigt Oracle damit aber eine klare Ansage im Wettbewerb mit Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Der massive Kapitalbedarf offenbart zugleich, wie hart der Kampf um KI-fähige Infrastruktur geworden ist. Die Bären behalten vorerst die Oberhand – ob die Milliarden-Offensive den Trend dreht, wird sich zeigen müssen.
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