Infineon Aktie: KI-Pläne
Infineon liefert solide Quartalszahlen, legt bei KI aber noch eine Schippe drauf: mehr Investitionen, ein konkretes Umsatzziel – und obendrauf eine Übernahme. Trotzdem reagiert der Markt am Mittwoch zunächst verhalten. Warum also fällt die Aktie trotz guter Nachrichten?
KI treibt Capex – und klare Umsatzziele
Der Konzern richtet den Blick klar auf den KI-Boom, vor allem rund um Rechenzentren und Leistungshalbleiter. Dafür erhöht Infineon die Investitionsausgaben im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 um 500 Mio. Euro auf 2,7 Mrd. Euro. Ein Schwerpunkt: der Ausbau von Kapazitäten, unter anderem am Standort Dresden.
Auch die Messlatte für das KI-Geschäft wird greifbarer. Für 2026 plant das Management 1,5 Mrd. Euro Umsatz mit KI-Anwendungen, für 2027 sollen es 2,5 Mrd. Euro werden. JP Morgan wertete die Signale als positiv – insbesondere mit Blick auf Rückenwind ab 2027.
Zukauf bei ams OSRAM: Sensoren ohne Fabriken
Parallel zur Investitionsoffensive kommt eine strategische Akquisition: Infineon übernimmt das Geschäft mit nicht-optischen Sensoren von ams OSRAM für 570 Mio. Euro. Rund 230 Mitarbeiter wechseln mit, Produktionsstätten sind nicht Teil der Transaktion.
Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Für 2026 stellt Infineon aus dem übernommenen Portfolio einen Umsatzbeitrag von rund 230 Mio. Euro in Aussicht. Zürcher Kantonalbank und Vontobel bezeichneten den Kaufpreis als attraktiv.
Solide Zahlen – aber Auto bleibt Bremsklotz
Im ersten Quartal (per Ende Dezember) lag Infineon operativ leicht über den Erwartungen. Gleichzeitig verweist der Markt auf eine schwächere Dynamik im Autogeschäft, das laut Quelltext rund 50% des Umsatzes ausmacht – und damit die Stimmung dämpfen kann.
Wichtige Fakten im Überblick:
- Umsatz Q1: 3,66 Mrd. Euro (+7% YoY)
- Segmentergebnis-Marge: 17,9% (Vorjahr: 16,7%)
- Konzernergebnis: 256 Mio. Euro (+4%)
- Ausblick Q2: rund 3,8 Mrd. Euro Umsatz, Marge im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich
- Aktie: 39,99 € (heute -0,73%), 7 Tage: -7,89%
Zur Einordnung: Der Kurs liegt damit wieder knapp unter der psychologisch wichtigen 40-Euro-Marke und rund 7,89% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 43,42 € (Ende Januar).
Zum Analystenbild aus dem Quelltext: Jefferies bleibt bei Buy und 52 €, UBS bei Buy und 44 €, Warburg bei Buy und 42 €. JP Morgan steht auf Neutral mit 39,20 € – also nahe am aktuellen Kurs.
Unterm Strich sendet Infineon gleich mehrere Signale: stabile operative Basis, ein größerer KI-Fokus mit mehr Capex und ein ergänzender Sensoren-Zukauf. Die kurzfristige Kursreaktion wirkt dagegen eher wie ein Hinweis, dass der Markt das Autoumfeld und die Übergangsphase bis zu stärkerem KI-Umsatzbeitrag (vor allem Richtung 2027) weiterhin schwer gewichtet.
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