OMV Aktie: Dividende hält
OMV sendet ein klares Signal an den Kapitalmarkt: Trotz rückläufigem operativen Ergebnis soll die Ausschüttung hoch bleiben. Genau diese Dividendenkontinuität gab der Aktie heute Rückenwind. Doch wie passt das mit den etwas schwächeren Ergebniskennzahlen zusammen?
Dividende als Vertrauensanker
Im Mittelpunkt der Zahlenvorlage für 2025 steht der Dividendenvorschlag: Insgesamt 4,40 Euro je Aktie – zusammengesetzt aus regulärer Dividende und Sonderdividende. In Summe entspricht das einer geplanten Ausschüttung von rund 1,6 Milliarden Euro.
Dass die Börse darauf positiv reagiert, hat einen einfachen Grund: Eine stabile Ausschüttung wirkt wie ein Anker, gerade wenn Ergebnisgrößen nicht zulegen. Zwar sank das bereinigte Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 1,9 Milliarden Euro – die Dividendenlinie bleibt dennoch intakt.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Dividende 2025 (Vorschlag): 4,40 € je Aktie (inkl. Sonderdividende)
- Ausschüttungsvolumen: ca. 1,6 Mrd. €
- Bereinigtes Nettoergebnis 2025: 1,9 Mrd. € (-7%)
- Bereinigtes operatives Ergebnis 2025: 4,6 Mrd. €
- Operativer Cashflow 2025: 5,2 Mrd. €
Cashflow stabil – operativ etwas schwächer
Der Rückgang bei Ergebniskennzahlen fällt auf, wird aber durch solide Mittelzuflüsse abgefedert. Der operative Cashflow lag 2025 bei 5,2 Milliarden Euro. Genau diese Cashflow-Stärke liefert das finanzielle Fundament, um eine hohe Dividende überhaupt glaubwürdig zu vertreten.
Am Markt spiegelt sich das aktuell in einer eher konstruktiven Gesamtlage: Die Aktie notiert bei 50,55 Euro und damit knapp 8% unter dem 52‑Wochen‑Hoch (55,00 Euro), aber deutlich über dem 52‑Wochen‑Tief. Der Abstand zum 200‑Tage‑Durchschnitt (47,03 Euro) zeigt zudem, dass der mittelfristige Trend zuletzt eher nach oben zeigte.
2026 als Übergang – Projekte sollen ab 2027 tragen
Für 2026 stellt das Management ein Übergangsjahr in Aussicht. Die Produktion soll unter 300.000 boe/d liegen. Ab 2027 soll dann Neptun Deep im Schwarzen Meer die Förderung spürbar erhöhen; die erste Gasförderung wird für 2027 erwartet. Das Ziel von 400.000 Fass pro Tag bis 2030 bleibt bestehen. Für die 2026er Planung nutzt OMV eine Brent-Annahme von rund 65 US‑Dollar je Barrel.
Parallel treibt OMV die Strategie bei Sustainable Aviation Fuel (SAF) voran: Bis 2030 soll die SAF-Produktion auf über 700.000 Tonnen pro Jahr steigen.
Ein weiterer Fixpunkt ist die angekündigte Fusion zur Borouge Group International (BGI), deren Closing im ersten Quartal 2026 erwartet wird. Zudem verwies das Unternehmen auf Risiken im europäischen Gasmarkt, insbesondere mit Blick auf die Füllstände der Gasspeicher.
Unterm Strich erklärt sich die positive Reaktion vor allem über die Ausschüttung: Die Dividende liefert Stabilität, während 2026 operativ als Zwischenetappe gilt – mit dem nächsten größeren Produktionsimpuls, sofern Neptun Deep planmäßig 2027 in Betrieb geht.
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