25 Jahre nach dem Börsengang steht OHB SE vor einer Woche, die mehr als symbolischen Wert hat. Am 19. März präsentiert der Bremer Raumfahrtkonzern seinen testierten Jahresabschluss 2025 — und der Kapitalmarkt wartet gespannt darauf, ob die Profitabilität mit dem rasanten Auftragswachstum Schritt hält.

Vom Telematik-Startup zur europäischen Raumfahrtgröße

Was 2001 als „OHB Teledata AG" mit 15 Millionen Euro Gesamtleistung und 125 Mitarbeitern startete, ist heute ein Konzern mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,77 Milliarden Euro. Seit dem IPO legte der Kurs um über 2.150 Prozent zu. Die Gründerfamilie Fuchs hält mit 65,4 Prozent weiterhin das Steuer fest in der Hand, KKR kommt auf 28,6 Prozent — der Streubesitz beträgt lediglich 5,7 Prozent.

Das Wachstum der vergangenen Jahre spricht eine deutliche Sprache: Der Auftragseingang stieg 2025 um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand wuchs sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Die Gesamtleistung kletterte in den ersten neun Monaten 2025 um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, das EBITDA verbesserte sich von 62,4 auf 75,5 Millionen Euro.

Mittelfristig peilt OHB für 2026 eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Ab 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen.

Asteroiden, Ariane 6 und ein voller Auftragskalender

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Neben dem Zahlenwerk verdichten sich gleich mehrere operative Entwicklungen. Im Februar sicherte sich OHB einen ESA-Vertrag über 81,2 Millionen Euro für die Raumsonde RAMSES — inklusive Vorbereitungsmaßnahmen ein Gesamtvolumen von rund 150 Millionen Euro. Die Mission: Untersuchung des Asteroiden Apophis bei seiner Erdannäherung 2029. Besonders herausfordernd ist der Zeitrahmen von nur 3,5 Jahren Entwicklungszeit.

Parallel dazu läuft der Hochlauf der Ariane 6. Die Trägerrakete absolvierte am 12. Februar ihre erste kommerzielle Mission und setzte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation in den Orbit. Für OHBs Tochter MT Aerospace, die Tanks und Strukturkomponenten für die Ariane 6 fertigt und einen 10-prozentigen Arbeitsanteil am Programm hält, bedeutet das langfristige Planungssicherheit: Amazon hat 18 Starts fest gebucht — den größten kommerziellen Vertrag in der Geschichte von Arianespace. Seit Oktober 2025 ist MT Aerospace eine hundertprozentige OHB-Tochter, ihre Erträge fließen nun vollständig in die Konzernbilanz.

Bilanzpressekonferenz als Fakten-Check

Reicht die operative Stärke, um auch die erheblichen Vorabinvestitionen für die geplante Satelliten-Serienfertigung zu schultern, ohne die Liquidität zu belasten? Diese Frage steht am 19. März im Mittelpunkt. Der Rekordauftragsbestand ist beeindruckend — entscheidend ist aber, in welchem Ausmaß er sich bereits in robuste Cashflows übersetzt hat. Zugleich bleibt der Weg zu einem finalen Vertragsabschluss im SATCOMBw-Programm angesichts wachsender europäischer Konkurrenz offen und dürfte noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die Bilanzpressekonferenz liefert die erste belastbare Antwort auf die Frage, wie solide das Fundament unter dem Wachstumskurs wirklich ist.

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