Der brasilianische Ölriese Petrobras macht bei der Konsolidierung seiner Offshore-Projekte ernst und verwehrt einem Mitbewerber den Marktzugang. Anstatt den Verkauf von lukrativen Förderanteilen an die Konkurrenz zuzulassen, zieht der Staatskonzern sein Vorkaufsrecht. Damit sichert sich das Unternehmen die alleinige Kontrolle über zwei wichtige Felder im Campos-Becken zurück.

Strategischer Zukauf im Kerngebiet

Konkret geht es um die 50-prozentigen Anteile der Petronas Petróleo Brasil am Tartaruga-Verde-Feld sowie am Modul III des Espadarte-Feldes. Ursprünglich hatte das brasilianische Ölunternehmen Brava im Januar eine Vereinbarung zur Übernahme dieser Beteiligungen gemeldet. Petrobras nutzte nun allerdings seine vertragliche Position als bestehender Betreiber, um die Transaktion selbst durchzuführen. Das Geschäft hat ein Volumen von 450 Millionen US-Dollar. Damit gehen die Felder mit einer gemeinsamen Tagesproduktion von rund 55.000 Barrel Öl wieder vollständig in den Besitz des Staatskonzerns über.

Die Rückkaufaktion fügt sich nahtlos in die Strategie ein, Kernanlagen mit hohem Wertschöpfungspotenzial zu stärken. Um das finanzielle Risiko zu streuen, strukturierte das Management die Zahlungen in mehreren Stufen. Bei Vertragsunterzeichnung fließen zunächst 50 Millionen US-Dollar. Der Hauptbetrag von 350 Millionen US-Dollar wird erst beim endgültigen Abschluss fällig. Zwei weitere Raten folgen in den kommenden zwei Jahren. Diese gestaffelte Finanzierung schont die Liquidität und erhöht die operative Flexibilität am bestehenden Produktionsstandort.

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Frischer Rekord an der Börse

An der Börse honorierten Anleger den strategischen Ausbau und die starke Marktposition zuletzt mit deutlichem Kaufinteresse. Die Aktie kletterte am Dienstag auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 7,33 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein beachtliches Plus von über 47 Prozent. Bevor die vollständige Integration der Offshore-Anlagen bilanziell wirksam wird, steht als nächster konkreter Schritt die zwingend erforderliche Genehmigung durch die brasilianische Öl- und Gasbehörde ANP an.

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