Starkes Geschäftswachstum, ein milliardenschwerer Regierungsauftrag — und Insider, die in einem Tempo verkaufen, das kaum zu übersehen ist. Bei Palantir klaffen operative Stärke und das Verhalten der eigenen Führungsriege derzeit weit auseinander. Genau diese Spannung beschäftigt Anleger und Analysten gleichermaßen.

Insider verkaufen in Rekorddimension

Bis zum 17. März haben Palantir-Insider in diesem Jahr Aktien im Wert von mehr als 400 Millionen US-Dollar veräußert — im Schnitt knapp sechs Millionen Dollar täglich. Den größten Einzelblock steuerte Mitgründer Peter Thiel bei: Am 2. März verkaufte er über ihm zurechenbare Gesellschaften zwei Millionen Aktien der Klasse A für insgesamt 289,7 Millionen Dollar — das entspricht rund 66 Prozent des gesamten Insider-Verkaufsvolumens seit Jahresbeginn.

Das ist kein neues Muster, aber es skaliert. CEO Alex Karp soll seit 2024 Aktien im Wert von über vier Milliarden Dollar abgegeben haben, Thiel allein kommt auf mehr als eine Milliarde im selben Zeitraum. Zusammen übersteigen die Verkäufe der Führungsebene seit 2024 die Marke von fünf Milliarden Dollar deutlich.

Palantir verweist darauf, dass all diese Transaktionen auf vorher festgelegten 10b5-1-Handelsplänen basieren — also keine spontanen Reaktionen auf aktuelle Entwicklungen darstellen. Analysten bestätigen, dass Thieths März-Verkauf sogar kleiner ausfiel als vergleichbare Transaktionen anderer Führungskräfte in den Vorjahren.

Ein Milliarden-Vertrag als Gegengewicht

Während Insider Kasse machen, sichert sich Palantir weiter strategisch wichtige Aufträge. Das US-Heimatschutzministerium (DHS) vergab einen Fünfjahresvertrag mit einem Potenzialvolumen von einer Milliarde Dollar. Der Vertrag ermöglicht Behörden wie der Grenzschutzbehörde CBP, der Einwanderungsbehörde ICE und der Katastrophenschutzbehörde FEMA direkten Zugriff auf Palantirs Gotham- und Foundry-Plattformen — ohne separate Ausschreibungsverfahren. Eine Ausweitung auf weitere DHS-Einheiten wie den Secret Service oder die TSA ist vertraglich vorgesehen.

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Passend dazu schnellte der sogenannte Remaining Performance Obligation — also der Auftragsbestand — von 2,6 Milliarden Dollar im dritten Quartal auf 4,2 Milliarden im vierten Quartal hoch. Ob der DHS-Vertrag darin bereits teilweise enthalten ist, wird erst der Q1-Bericht am 11. Mai 2026 klären.

Starke Zahlen, extreme Bewertung

Die operativen Zahlen sind beeindruckend: Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,406 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-Kommerzgeschäft legte sogar um 137 Prozent auf 507 Millionen Dollar zu. Die bereinigte operative Marge lag bei 57,4 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 7,182 und 7,198 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 61 Prozent entspräche. Geopolitische Rückenwind — insbesondere die seit Ende Februar 2026 eskalierenden Spannungen im Nahen Osten — haben den Kurs zuletzt zusätzlich beflügelt: Seit dem 27. Februar stieg die Aktie von 137 auf über 134 Euro, nachdem sie zwischenzeitlich auf 151 Dollar geklettert war.

Die Bewertung bleibt das zentrale Streitthema. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 240 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 86 liegen weit jenseits dessen, was selbst für Wachstumswerte als vertretbar gilt. Von den 26 Analysten, die die Aktie beobachten, empfehlen 15 sie mit „Strong Buy" — das Konsensurteil lautet „Moderate Buy".

Der nächste Prüfstein ist der Quartalsbericht am 11. Mai 2026: Dann wird sich zeigen, ob das Wachstumstempo hält und ob der DHS-Vertrag bereits messbare Spuren in den Zahlen hinterlässt.

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