Pünktlich zum 25-jährigen Börsenjubiläum präsentiert sich der Bremer Raumfahrtkonzern OHB in starker Verfassung. Aus dem einstigen Kleinunternehmen ist ein europäischer Schwergewichts-Player mit einem festen Auftragsbestand von über drei Milliarden Euro gewachsen. Nun rückt ein potenzielles Bundeswehr-Großprojekt in den Fokus, das die künftige Wachstumsstory maßgeblich prägen könnte.

Volle Auftragsbücher

Die operative Entwicklung seit dem Börsengang im Jahr 2001 verläuft dynamisch. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 erwartet das Management eine Gesamtleistung von rund 1,2 Milliarden Euro. Treiber dieses Wachstums sind vor allem steigende Budgets der Europäischen Weltraumorganisation ESA und anziehende nationale Verteidigungsausgaben. Zuletzt sicherte sich die italienische Tochtergesellschaft einen lukrativen ESA-Vertrag für die Asteroiden-Mission RAMSES mit einem Gesamtvolumen von rund 150 Millionen Euro.

Gleichzeitig profitiert der Konzern über seine inzwischen vollständig übernommene Tochter MT Aerospace vom erfolgreichen Erstflug der Ariane 64. Das Unternehmen fertigt wichtige Strukturen für die Trägerrakete, die künftig unter anderem Amazon-Breitbandsatelliten ins All transportiert.

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Das Bundeswehr-Szenario

Das strategisch wichtigste Vorhaben ist aktuell das Satellitenprogramm „SATCOMBw Stufe 4“. Bei diesem Projekt geht es um den Aufbau einer souveränen, von US-Systemen unabhängigen Kommunikationsinfrastruktur für die Bundeswehr bis 2029. Das geschätzte Gesamtvolumen liegt bei bis zu zehn Milliarden Euro. OHB erwägt eine gemeinsame Bewerbung mit Airbus Defence and Space sowie Rheinmetall und würde dabei die Satellitenfertigung übernehmen.

Dass sich die Bremer ernsthaft auf diesen Zuschlag vorbereiten, belegt der gezielte Kauf eines Werks im sächsischen Schöneck im vergangenen Oktober zur Ausweitung der Fertigungskapazitäten. Allerdings formiert sich mit der geplanten Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo auch ein mächtiger europäischer Konkurrent im Bieterwettstreit.

Auf dem Capital Market Day im Januar 2026 formulierte der Vorstand klare mittelfristige Wachstumsziele:
- 2026: 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung (11 % EBITDA-Marge)
- 2027: 1,7 Milliarden Euro Gesamtleistung (12 % EBITDA-Marge)
- Ab 2028: Über 2,0 Milliarden Euro Gesamtleistung (EBITDA-Marge > 12 %)

Ob sich das enorme Auftragswachstum bereits in profitable Cashflows übersetzt hat, zeigt sich am kommenden Donnerstag. Am 19. März veröffentlicht OHB den testierten Jahresabschluss für 2025. Angesichts der hohen Vorabinvestitionen für die prall gefüllte Projektpipeline rückt dabei die Liquiditätssituation in den Mittelpunkt der Analysten. Am 7. Mai folgen dann die Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

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