Während der Spezialchemiekonzern Evonik weltweit Tausende Stellen abbaut, fließt zielgerichtet Kapital in einen lukrativen Wachstumsmarkt. Auf Chinas wichtigster Fachmesse für Kosmetikzutaten präsentiert das Unternehmen ab heute eine stark lokalisierte Produktstrategie. Die Fokussierung auf margenstarke Pflegeprodukte ist ein zentraler Baustein, um die ambitionierten Ertragsziele des laufenden Konzernumbaus zu erreichen.

Lokale Entwicklung im Fokus

Um im zweitgrößten Kosmetikmarkt der Welt gegen den intensiven Wettbewerb zu bestehen, verlagert das Management die Entwicklung direkt vor Ort. Ein entscheidender Meilenstein dieser Strategie ist das neue „Asia Beauty Science & Innovation Center" in Shanghai, das noch im laufenden Jahr den Betrieb aufnehmen wird. Damit will der Konzern maßgeschneiderte Lösungen für asiatische Konsumenten schneller zur Marktreife bringen.

Ein erstes Resultat dieser Ausrichtung ist der aus Reiskleie gewonnene Emulgator symbio®muls Aquasoft MB. Das speziell für chinesische Hauttypen entwickelte Produkt wurde auf der aktuell startenden PCHi-Messe in Hangzhou direkt für einen Branchen-Innovationspreis nominiert. Ergänzt wird das Portfolio durch neue Anti-Aging-Wirkstoffe und umweltfreundliche Reinigungssubstanzen, die exakt auf die lokalen Anforderungen zugeschnitten sind.

Spezialchemie statt Masse

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Diese Investitionen in Asien sind Teil einer strikten Neuausrichtung des Gesamtkonzerns. Evonik trennt sich konsequent von margenschwächeren Bereichen, verkaufte zuletzt sein indonesisches Betaines-Geschäft und pausiert Fusionen sowie Übernahmen bis 2027 komplett. Das parallel laufende Sparprogramm „Evonik Tailor Made" soll bis Ende des Jahres jährliche Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro einsparen, was den weltweiten Abbau von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen einschließt.

An der Börse spiegelt sich der harte fundamentale Schnitt in einer anhaltenden Schwächephase wider. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier einen deutlichen Rückgang von knapp 33 Prozent und notiert aktuell bei 14,65 Euro.

Die strategische Konzentration auf margenstarke Spezialitäten ist an klare finanzielle Vorgaben geknüpft. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro an, reduzierte jedoch kürzlich die konzernweite Umsatzerwartung auf 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro. Der kommerzielle Erfolg der asiatischen Lokalisierungsstrategie im Beauty-Sektor ist nun eine zwingende Voraussetzung, um diese operativen Gewinnziele im laufenden Jahr zu realisieren.

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