Ein Vierteljahrhundert nach dem Börsengang im damaligen Neuen Markt präsentiert sich der Bremer Raumfahrtkonzern in einer völlig neuen Dimension. Wenn das Management am Donnerstag die Bücher für das abgelaufene Geschäftsjahr öffnet, reicht ein prall gefülltes Auftragsbuch allein nicht mehr aus. Investoren fordern den Beweis, dass sich das rasante Wachstum auch in harten Cashflows niederschlägt.

Auftragsboom trifft auf hohe Erwartungen

Die operativen Vorzeichen setzen die Messlatte für die anstehende Bilanzpressekonferenz hoch. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 kletterte die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, während sich das operative Ergebnis (EBITDA) auf 75,5 Millionen Euro verbesserte. Noch beeindruckender liest sich die Projektpipeline: Der Auftragsbestand wuchs zuletzt um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

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Gerade dieses enorme Volumen birgt jedoch eine finanzielle Herausforderung. Angesichts der massiven Vorabinvestitionen für die anstehenden Projekte rückt die Entwicklung der liquiden Mittel am 19. März in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Markt verlangt eine klare Bestätigung, dass die Auftragsflut profitabel abgearbeitet wird.

Konzentrierte Macht und neue Rivalen

Interessant ist das Umfeld, in dem der Konzern diese Skalierung bewältigt. Die Gründerfamilie Fuchs und die Investmentgesellschaft KKR kontrollieren zusammen 94 Prozent der Anteile. Ein zwischenzeitlich erwogener Rückzug von der Börse wurde Anfang 2026 verworfen, da Großkunden die Transparenz einer öffentlichen Notierung schätzen.

Der verbleibende Streubesitz von lediglich 5,7 Prozent profitiert nun von neuen strategischen Schritten. Dazu zählen die vollständige Konsolidierung der Tochter MT Aerospace sowie das Joint Venture zur Entwicklung einer Mondmission-Startanlage. Gleichzeitig formiert sich Gegenwind am Markt: Die geplante Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo droht einen übermächtigen europäischen Konkurrenten zu schaffen.

Für das laufende und die kommenden Jahre hat das Management klare Meilensteine definiert. Bis 2028 soll der Gesamtumsatz die Marke von 2,0 Milliarden Euro durchbrechen, flankiert von einer EBITDA-Marge nördlich von 12 Prozent. Hält die Liquiditätsposition den massiven Investitionsanforderungen der aktuellen Pipeline stand, festigt das Unternehmen seine operative Basis gegen die wachsende europäische Konkurrenz.

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