Ocugen Aktie: Jahresziele bestehen
Für Ocugen steht eine richtungsweisende Phase bevor: Am 4. März 2026 legt das Gentherapie-Unternehmen seine Jahreszahlen 2025 vor – just zu einem Zeitpunkt, an dem gleich drei klinische Programme in die heiße Phase eintreten. Die jüngste Kapitalerhöhung und eine neue Finanzchefin sollen das Unternehmen durch ein Jahr voller entscheidender Studiendaten führen.
Zahlen, neue CFO und verlängerte Laufbahn
Am 18. Februar kündigte Ocugen die Telefonkonferenz für den 4. März an. Um 8:30 Uhr Eastern Time werden CEO und Management die Ergebnisse des vierten Quartals sowie des Gesamtjahres 2025 präsentieren. Historisch lösten solche Ankündigungen kaum Kursbewegungen aus – im Schnitt veränderte sich die Aktie am Folgetag um lediglich 0,55 Prozent.
Kurz zuvor sicherte sich Ocugen frisches Kapital: 15 Millionen Aktien wurden zu 1,50 US-Dollar platziert, was nach Abzug der Gebühren 20,85 Millionen US-Dollar in die Kasse spülte. Lead-Investor war RTW Investments, Oppenheimer & Co. übernahm die Konsortialführung. Das Geld soll die Liquidität bis ins vierte Quartal 2026 sichern – ein wichtiger Puffer angesichts von Betriebskosten von zuletzt 19,4 Millionen US-Dollar pro Quartal.
Mit Rita Johnson-Greene holte Ocugen zudem ab 9. Februar eine erfahrene CFO an Bord. Sie bringt über 20 Jahre Erfahrung aus der Healthcare-Finanzierung mit, unter anderem von Spark Therapeutics und AstraZeneca.
Drei Programme, drei Zulassungen geplant
Das eigentliche Momentum liegt in der Pipeline. Ocugen verfolgt drei Gentherapie-Kandidaten parallel – und plant für alle drei eine Zulassungseinreichung binnen drei Jahren.
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OCU400 richtet sich gegen Retinitis pigmentosa, eine seltene Erbkrankheit, die zur Erblindung führen kann. Die Phase-III-Studie liMeliGhT steht kurz vor Abschluss der Rekrutierung. Top-Line-Daten werden im vierten Quartal 2026 erwartet, der Start der rollierenden BLA-Einreichung soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 erfolgen. Besonderheit: OCU400 ist mutationsunabhängig konzipiert – ein Ansatz für über 100 verschiedene Gen-Defekte, die RP auslösen können.
OCU410 zielt auf geografische Atrophie bei trockener AMD ab. Erste 12-Monats-Daten der Phase-II-Studie ArMaDa zeigten eine 46-prozentige Reduktion des Läsionswachstums gegenüber Placebo. Die Phase III soll 2026 starten, eine Zulassungseinreichung ist für 2028 vorgesehen. Weltweit sind etwa 266 Millionen Menschen von trockener AMD betroffen, in Europa fehlen bislang zugelassene Therapien.
OCU410ST für Morbus Stargardt befindet sich in der kombinierten Phase-II/III-Studie GARDian3. Interim-Daten sind für Mitte 2026 geplant, die BLA-Einreichung für die erste Jahreshälfte 2027. Auch hier gibt es bisher keine zugelassene Behandlung.
Prüfstein für die Plattform-Strategie
Die drei parallelen Programme sind keine Nebenprojekte – sie definieren Ocugens Ansatz einer breit einsetzbaren Modifier-Gentherapie-Plattform. Ob dieser Ansatz funktioniert, wird sich in den kommenden zwölf Monaten zeigen. Die Telefonkonferenz am 4. März dürfte erste Hinweise liefern, wie konkret die Zeitpläne für die OCU400-Einreichung sind und wann genau die OCU410-Phase-III startet. Für ein Biotech-Unternehmen mit 512 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung – aber ohne Umsatz – ist das ein ambitioniertes Programm.
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