Rheinmetall liefert zum Wochenschluss gleich mehrere Signale an den Markt: Ein NATO-naher Auftrag aus Dänemark ist bereits fix – beim großen Drohnenthema der Bundeswehr ist der Konzern dagegen zunächst außen vor. Genau diese Mischung aus konkreten Umsätzen und noch offenen Chancen sorgt für Gesprächsstoff. Wie belastbar ist der Drohnen-Case für die nächsten Monate?

Dänemark bestellt mobile Feldhospitäler

Die Tochter Rheinmetall Mobile Systeme hat Ende 2025 einen Vertrag über fünf mobile „Role-2“-Feldhospitäler mit der dänischen Beschaffungsbehörde geschlossen. Der Auftragswert liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und wurde im vierten Quartal 2025 verbucht. Die Lieferung soll innerhalb von zwei Jahren komplett erfolgen.

Geliefert werden drei Role-2B- und zwei Role-2E-Einheiten. Die Role-2B-Variante ist containerisiert und mobil auf Lkw nutzbar. Die Role-2E-Version bringt laut Unternehmen deutlich mehr Kapazität mit, inklusive zusätzlicher Ausstattung wie CT-Scanner, Labor- und Apothekencontainer sowie einer Dental-Einheit. Ein praktisches Detail: Die Medizintechnik wurde so gewählt, dass sie bereits im dänischen Sanitätsdienst im Einsatz ist – das vereinfacht Betrieb und Wartung.

Drohnenauftrag: Erst vergeben – Rheinmetall wohl später

Beim Drohnenprogramm der Bundeswehr fiel der erste Vergabeschritt zunächst nicht zugunsten von Rheinmetall aus. Beauftragt wurden die Startups Helsing und Stark Defence: In einem ersten Schritt sollen Festaufträge von knapp 270 Millionen Euro fließen – für rund 4.300 HX-2 (Helsing) und etwa 2.200 Virtus (Stark). Rheinmetall ist in diesem Paket nicht enthalten.

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Ganz erledigt ist das Thema aber nicht. Als dritter Hersteller soll Rheinmetall laut den Angaben aus dem Umfeld des Ministeriums voraussichtlich im April 2026 ebenfalls einen Auftrag erhalten – für das System FV-014. Hintergrund: Rheinmetall hatte demnach zunächst nicht genügend Nachweise zur Wirksamkeit geliefert, zuletzt aber erfolgreiche Tests nachgemeldet. Der Haushaltsausschuss gab am 25. Februar 2026 grünes Licht für Loitering Munition, begrenzt die Ausgaben je Hersteller jedoch zunächst auf bis zu eine Milliarde Euro brutto. Die Rahmenverträge mit Helsing und Stark sind in Summe auf rund 4,3 Milliarden Euro gedeckelt; die finanzielle Deckelung soll auch für Rheinmetall gelten.

Kapitalmaßnahme und Blick auf den Kurs

Am 27. Februar meldete Rheinmetall zudem den formalen Abschluss einer Kapitalmaßnahme und die aktualisierte Zahl der Stimmrechte. Nach Ausgabe neuer Bezugsaktien liegt die Gesamtzahl der Stimmrechte bei 46.516.641.

An der Börse wirkt das Bild derweil weniger euphorisch als noch im Rekordlauf: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 1.666,50 Euro, in sieben Tagen steht ein Minus von 4,03%, auf 30 Tage -9,65%. Zum 52‑Wochen‑Hoch von 1.995,00 Euro (29.09.2025) fehlen rund 16,47%. Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt bei 83,7, und der Kurs notiert unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt (1.739,78 Euro) – das passt zur laufenden Konsolidierung nach dem starken Vorjahreslauf.

Am 11. März 2026 legt Rheinmetall die Jahresergebnisse vor – das ist der nächste konkrete Termin, an dem sich zeigen dürfte, wie stark Auftragseingänge und Margenziele die aktuelle Konsolidierung untermauern.

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