Nvidia steht kurz vor einem Termin, der für die gesamte Tech-Börse zum Stimmungstest werden kann: Am Mittwoch legt der Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Im Vorfeld dreht sich vieles um zwei Punkte: Können die Margen auf Top-Niveau bleiben – und was bedeuten die auffälligen Umbauten im Investment-Portfolio?

Rekord-Erwartungen – mit Fokus auf die Marge

Die Messlatte liegt hoch. Laut FactSet-Konsens werden für das Quartal rund 65,7 Mrd. US-Dollar Umsatz erwartet – ein Plus von gut 67% gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie liegen die Schätzungen bei 1,52 bis 1,53 US-Dollar, was etwa 71% Wachstum entspräche.

Besonders genau dürfte der Markt aber auf die Bruttomarge schauen. Das Management hatte zuletzt 75% als Zielmarke genannt. Genau hier entscheidet sich für viele Anleger, ob die KI-Nachfrage nicht nur groß ist, sondern auch weiterhin außergewöhnlich profitabel bleibt.

13F-Filing: Große Wette auf Intel, Ausstieg bei Arm

Zusätzliche Aufmerksamkeit zieht ein jüngstes 13F-Dokument auf sich, das deutliche Verschiebungen im gemeldeten Investment-Portfolio für das vierte Quartal 2025 zeigt. Nvidia baute eine neue, sehr große Position in Intel auf: 214,8 Mio. Aktien, mit einem damaligen Wert von rund 8 Mrd. US-Dollar. Damit macht Intel laut Bericht über 60% des offengelegten Portfolios aus.

Außerdem kam ein Investment von etwa 2 Mrd. US-Dollar in Synopsys hinzu – mit dem Ziel, Chip-Design und Simulation zu beschleunigen. Auf der anderen Seite trennte sich Nvidia vollständig von Arm Holdings, Applied Digital und WeRide. Der Ausstieg bei Arm beendet damit auch die Aktienbeziehung, die nach dem gescheiterten 40-Mrd.-Dollar-Übernahmeversuch aus dem Jahr 2022 fortbestand.

Warum der Bericht den Markt mitbewegt

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Die Bedeutung der Zahlen reicht über die Aktie hinaus. Morningstar zufolge hat Nvidia ein erhebliches Gewicht in wichtigen Indizes: teils knapp 8% in breiten Marktgewichtungen – und rund 14% Beitrag zur Rendite eines US-Marktindex in den vergangenen drei Jahren. Entsprechend kann die Reaktion nach dem Bericht auch das Gesamtbild an der Wall Street prägen.

Dazu passt, dass Optionen nach den Zahlen eine spürbare Bewegung einpreisen. Am Markt wird laut Originalbericht ein Kursausschlag von etwa 6% rund um den Termin erwartet. (Aus den bereitgestellten Daten: Der Schlusskurs lag gestern bei 162,40 Euro.)

Parallel läuft die Debatte über die Ausgabenwelle im KI-Sektor: Studien sehen für 2026 bei großen Cloud-Anbietern (Hyperscalern) Investitionen von bis zu 700 Mrd. US-Dollar in KI-Infrastruktur. Kritische Stimmen gibt es ebenfalls – Investor Michael Burry warnte auf X vor einer möglichen Blasenbildung und verwies darauf, dass Rechenzentrums-Ausbau viel Cashflow bindet und die Verschuldung antreiben könne. Kann Nvidia in diesem Umfeld beweisen, dass die Investitionsdynamik nicht kippt, sondern weiter trägt?

Neuer Anlauf im PC-Markt

Über das Quartal hinaus richtet sich der Blick bereits auf die nächsten Schritte. Branchenberichte erwarten für die erste Hälfte 2026 eine Expansion in den Consumer-PC-Markt. Geplant sind Arm-basierte Prozessoren zusammen mit MediaTek (N1 und N1X) – parallel zu separaten Kooperationen auf Intel-Architekturen. Die Idee: stärker in den Laptop-Markt vordringen und sich breiter aufstellen, statt fast ausschließlich vom Rechenzentrums-Geschäft zu leben, in dem Nvidia laut Bericht aktuell auf rund 88% Marktanteil bei KI-Beschleunigern kommt.

Am Mittwoch, dem 25. Februar, liefert Nvidia die Q4-Zahlen – und damit auch neue Hinweise, ob Margen-Ziel, KI-Nachfrage und die nächsten Produktpläne wirklich so rund zusammenpassen, wie es die hohen Erwartungen unterstellen.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...