Am kommenden Mittwochabend blickt die gesamte Finanzwelt auf Nvidia. Der Chip-Gigant legt seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor, und die Analysten rechnen mit einem massiven Umsatzsprung. Doch während die großen Cloud-Konzerne ihre Ausgaben weiter in die Höhe schrauben, mehren sich im Markt auch kritische Stimmen zur Nachhaltigkeit des aktuellen KI-Booms.

Die Messlatte liegt hoch

Der Marktkonsens zeichnet ein Bild enormen Wachstums. Laut FactSet erwarten Analysten einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 1,52 Dollar. Beim Umsatz wird mit 65,7 Milliarden Dollar gerechnet – das entspräche einer Steigerung von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Löwenanteil soll dabei weiterhin das Geschäft mit Rechenzentren ausmachen, für das Zacks Erlöse von fast 59 Milliarden Dollar prognostiziert.

Besonders im Fokus steht der Ausblick: Marktteilnehmer achten genau darauf, ob Nvidia die Umsatzschätzung für das laufende erste Quartal von rund 71,7 Milliarden Dollar bestätigen kann. Auch die Bruttomarge, die bei etwa 75 Prozent erwartet wird, gilt als entscheidender Indikator für die Preissetzungsmacht des Konzerns.

Warnung vor der Blase

Befeuert wird dieses Wachstum durch den ungebremsten Investitionshunger der Hyperscaler. Prognosen für 2026 deuten darauf hin, dass Amazon, Meta und Alphabet ihre Kapitalausgaben (CapEx) um 50 bis 100 Prozent steigern könnten. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtausgaben der großen Tech-Konzerne im Jahr 2026 bis zu 650 Milliarden Dollar erreichen werden.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Doch genau diese gewaltigen Summen rufen Skeptiker auf den Plan. Der Investor Michael Burry warnte am Montag öffentlich vor einer potenziellen KI-Blase. Er hinterfragte die langfristige Tragfähigkeit dieser Milliarden-Investitionen und deren künftigen Einfluss auf die Bilanzen der Unternehmen, sollte sich die Monetarisierung der KI-Anwendungen verzögern.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz dieser Bedenken überwiegt bei den Analysten der Optimismus. Research-Häuser wie DA Davidson und Wedbush bestätigten am Montag ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 250 beziehungsweise 230 Dollar und verwiesen auf die starken Signale aus dem Cloud-Sektor.

Die Aktie, die aktuell bei 162,40 Euro notiert, hat angesichts ihrer hohen Gewichtung im S&P 500 (SPY ETF) von fast acht Prozent das Potenzial, den Gesamtmarkt zu bewegen. Der Optionsmarkt preist für die Tage rund um die Zahlenvorlage bereits Kursschwankungen von bis zu sechs Prozent in beide Richtungen ein.

Abseits des Kerngeschäfts bereitet Nvidia zudem eine Expansion im PC-Markt vor. Berichten zufolge plant das Unternehmen für Ende 2026 eigene ARM-basierte Laptop-Prozessoren, für die Partner wie Dell und Lenovo bereits entsprechende Modelle entwickeln. Entscheidend für den Kursverlauf in dieser Woche bleibt jedoch vorerst, ob die realen Zahlen den hohen Erwartungen am Mittwoch standhalten können.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...