Novartis Aktie: Strategische Akquisition belastet
Novartis treibt seine Offensive im Zukunftsfeld der Radioliganden-Therapie weiter voran. Doch die jüngste Akquisition und die milliardenschweren Investitionen in das Geschäftsfeld scheinen Anleger kurzfristig zu verunsichern. Während das Management die strategische Ausrichtung bekräftigt, notiert die Aktie mit deutlichem Abstand zu ihrem Jahreshoch.
Offensive in der Onkologie
Der Schweizer Pharmariese hat ein exklusives Lizenzabkommen mit dem Biotech-Unternehmen Zonsen PepLib geschlossen. Gegenstand ist eine peptid-basierte Radioliganden-Therapie in frühem Entwicklungsstadium. Novartis sichert sich die weltweiten Rechte an Entwicklung und Vermarktung und zahlt dafür eine Vorauszahlung von 50 Millionen US-Dollar an Zonsen PepLib. Weitere Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen sind vereinbart.
Dieser Schritt unterstreicht den strategischen Fokus des Konzerns. Erst kürzlich betonte die Konzernführung gezielte Zukäufe, insbesondere in der Onkologie, als Teil der Wachstumsstrategie. Die Radioliganden-Therapie gilt dabei als Schlüsseltechnologie.
Massive Investitionen in die Zukunft
Die Bedeutung des Feldes wird durch umfangreiche Investitionsprogramme unterstrichen. Erst Anfang Januar kündigte Novartis den Bau einer weiteren US-Produktionsstätte für diese Therapien in Florida an, die 2029 in Betrieb gehen soll. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden 23-Milliarden-Dollar-Investitionsplans des Konzerns für die USA.
Die Fakten im Überblick:
* Exklusivlizenz für eine neue Radioliganden-Therapie von Zonsen PepLib.
* Vorauszahlung von 50 Millionen US-Dollar an das Biotech-Unternehmen.
* Teil eines umfassenden 23-Milliarden-Dollar-US-Investitionsplans.
* Bau einer neuen Produktionsstätte in Florida bis 2029.
Analysten bleiben vorsichtig optimistisch
Die strategischen Weichenstellungen finden auch bei Analysten Beachtung. Die Investmentbank Barclays stufte die Aktie am 7. Januar von "Underweight" auf "Equal Weight" hoch und setzte ein Kursziel von 120 Schweizer Franken. Das Analysehaus Berenberg bestätigte hingegen am 5. Januar seine "Hold"-Einstufung. Der aktuelle Kurs von rund 113,66 CHF liegt damit etwa 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 142,86 Franken vom 8. Januar.
Die Marktreaktion zeigt, dass Anleger die langfristigen Vorteile der teuren Akquisition und der Kapitalinvestitionen noch nicht honorieren. Die Profitabilität der milliardenschweren Investitionen in Forschung und Produktion muss sich erst in den kommenden Jahren beweisen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob das Kerngeschäft genug Stärke bietet, um diese Zukunftsausgaben zu tragen.
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