Microsoft navigiert derzeit durch stürmische Zeiten. Während Anleger noch immer die immensen Kosten für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz verdauen, eröffnet nun die japanische Wettbewerbsbehörde eine neue Front gegen den Tech-Giganten. Eine Razzia in den Büros in Tokio wirft eine unangenehme Frage auf: Wird das profitable Cloud-Geschäft Azure nun zum juristischen Stolperstein?

Behördliche Ermittlungen belasten

Die japanische Wettbewerbsbehörde (JFTC) durchsuchte am 25. Februar die Geschäftsräume von Microsoft in Tokio. Der Verdacht wiegt schwer: Der Konzern soll Kunden seiner Cloud-Plattform Azure unzulässig eingeschränkt haben, wenn diese Konkurrenzdienste nutzen wollten. Konkret geht es um die Frage, ob Microsoft seine marktbeherrschende Software wie Teams oder Word absichtlich so gestaltet, dass sie auf fremden Servern nicht reibungslos funktioniert.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine globale Welle der Skepsis ein. Aufsichtsbehörden in den USA, der EU und Großbritannien prüfen seit geraumer Zeit, ob die Lizenzierungspraktiken der großen Cloud-Anbieter einen fairen Wettbewerb verhindern. Dass nun auch Japan eine physische Inspektion durchführt, erhöht den regulatorischen Druck auf das Unternehmen spürbar. Microsoft betonte zwar umgehend seine Kooperationsbereitschaft, doch die Unsicherheit für Anleger wächst.

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Zweifel an der KI-Strategie

Der juristische Ärger trifft die Aktie in einer ohnehin fragilen Phase. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von knapp 18 Prozent und notiert aktuell bei 331,40 Euro. Ursächlich für die schlechte Stimmung sind vor allem die jüngsten Quartalszahlen. Zwar stieg der Umsatz um 17 Prozent und das operative Ergebnis sogar um 21 Prozent, doch die Investoren stören sich an der Ausgabenseite.

Microsoft investierte im letzten Quartal 37,5 Milliarden US-Dollar, primär in die KI-Infrastruktur. Der Markt fordert nun Beweise, dass diese massiven Kapitalausgaben (Capex) zeitnah entsprechende Renditen abwerfen. Erschwerend kommt eine hohe Abhängigkeit vom Partner OpenAI hinzu: Fast die Hälfte der vertraglich zugesicherten, aber noch nicht realisierten Umsätze (RPO) entfällt auf das KI-Startup. Sollte OpenAI straucheln, stünde ein Milliardenbetrag im Feuer.

Fundamentale Stärke trotz Gegenwind

Trotz der aktuellen Kursverluste und regulatorischen Sorgen bleibt das operative Kerngeschäft äußerst profitabel. Die Nachfrage nach Cloud-Diensten übersteigt weiterhin das Angebot, und das Unternehmen prognostiziert für das kommende Quartal ein Azure-Wachstum von bis zu 38 Prozent. Auch die Rückführung von Kapital an die Aktionäre läuft auf Hochtouren: Allein im letzten Quartal flossen 12,7 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Investoren zurück.

Die kurzfristige Entwicklung der Aktie wird nun maßgeblich davon abhängen, ob Microsoft die kartellrechtlichen Bedenken ausräumen kann, ohne sein Geschäftsmodell ändern zu müssen. Gleichzeitig muss das Management in den kommenden Monaten belegen, dass sich die Milliarden-Wetten auf autonome KI-Agenten und Cloud-Infrastruktur auch tatsächlich in beschleunigtem Umsatzwachstum niederschlagen.

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