Nordex liefert Zahlen für die Geschichtsbücher und verdreifacht den Gewinn nahezu. Während Anleger den Kurs auf den höchsten Stand seit über 20 Jahren treiben, positionieren sich im Hintergrund mächtige Gegenspieler neu. Hedgefonds nutzen die Rallye überraschend, um ihre Leerverkaufspositionen auszubauen – eine Wette gegen die aktuelle Euphorie?

Operative Explosion im Schlussquartal

Der Windkraftanlagenbauer hat die Markterwartungen für das Geschäftsjahr 2025 deutlich übertroffen. Besonders das vierte Quartal fungierte als Gewinntreiber: Der operative Gewinn (EBITDA) sprang in diesem Zeitraum um fast 190 Prozent auf 307,4 Millionen Euro an. Die Marge kletterte dabei auf beeindruckende 12,1 Prozent.

Auf Jahressicht verzeichnete der Konzern einen Umsatzanstieg auf 7,55 Milliarden Euro und mehr als verdoppelte das EBITDA auf 631 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Jahresüberschuss von 274 Millionen Euro – ein massiver Sprung im Vergleich zu den knappen 8,8 Millionen Euro des Vorjahres. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich im Aktienkurs wider, der seit Jahresanfang bereits um über 44 Prozent auf aktuell 43,38 Euro zugelegt hat.

Die Wette der Hedgefonds

Trotz dieser operativen Exzellenz zeigt sich eine auffällige Divergenz im Marktverhalten. Daten aus dem Bundesanzeiger belegen, dass institutionelle Leerverkäufer wie D. E. Shaw & Co. und LMR Partners ihre Short-Positionen ausgerechnet am Tag der Zahlenvorlage aufgestockt haben.

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Marktbeobachter interpretieren diesen Schritt als Skepsis gegenüber der extrem schnellen Bewertungsausweitung. Die Aktie notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Hoch, was den Abstand zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt auf über 70 Prozent anwachsen ließ. Die Leerverkäufer spekulieren offenbar darauf, dass die eingepreisten Erwartungen kaum noch Raum für Enttäuschungen lassen.

Volle Auftragsbücher und Analystenlob

Dem Pessimismus der Shortseller stehen jedoch solide Wachstumsdaten gegenüber. Der Auftragseingang erreichte 2025 mit über 10 Gigawatt ein Rekordniveau. Zudem bestätigte Nordex seine Marktführerschaft in Deutschland, wo fast jede dritte neue Onshore-Anlage aus der Produktion des Unternehmens stammte.

Für das laufende Jahr stellt das Management einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von bis zu 11,0 Prozent in Aussicht. Analysten reagierten positiv: Jefferies erhöhte das Kursziel signifikant auf 50 Euro und betonte, das Unternehmen sei so etabliert wie nie zuvor.

Fazit

Die Fronten sind geklärt: Auf der einen Seite steht ein operativ starker Turnaround mit Rekordmargen, auf der anderen Seite eine ambitionierte Bewertung, die Leerverkäufer anlockt. Ob die Bullen die Oberhand behalten, wird sich spätestens am 27. April 2026 entscheiden. Dann muss Nordex mit den Zahlen zum ersten Quartal beweisen, dass die zweistellige Marge aus dem Schlussquartal 2025 kein Einmaleffekt war, sondern den neuen Standard markiert.

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