Nordex Aktie: Rekordgewinn!
Der Hamburger Windturbinenhersteller meldet einen historischen Ergebnissprung: Der Nettogewinn 2025 vervielfachte sich auf 274 Millionen Euro, die EBITDA-Marge nahezu verdoppelt. Mit ambitionierten Zielen für 2026 und erstmals geplanter Kapitalrückführung hat CEO José Luis Blanco die Skeptiker eines Besseren belehrt – doch Hedgefonds bauen ihre Wetten gegen die Aktie weiter aus.
Margenhebung deutlich schneller als erwartet
Die operative Wende bei Nordex vollzieht sich rasanter als prognostiziert. Im Gesamtjahr 2025 kletterte die EBITDA-Marge von 4,1 auf 8,4 Prozent. Besonders eindrucksvoll: Das vierte Quartal erreichte bereits 12,1 Prozent – ein Niveau, das das Management erst mittelfristig angepeilt hatte.
Der Nettogewinn sprang von mageren 9 Millionen Euro im Vorjahr auf 274 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich 249 Millionen Euro auf dem Zettel. Im Schlussquartal legte der Umsatz um 16 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu, das EBITDA schoss um 188 Prozent auf 307 Millionen Euro nach oben.
Auftragsflut stützt Wachstumskurs
Parallel zur Ergebnisverbesserung verzeichnet Nordex einen Rekordauftragseingang. Im vierten Quartal lagen die Bestellungen bei 3,6 Gigawatt – 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Preisumfeld blieb stabil, der Auftragswert kletterte um knapp zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.
Im Projektbereich legte der Auftragseingang um ein Viertel auf 9,3 Milliarden Euro zu. Die Delta4000-Plattform mit modularen Turbinenkonfigurationen ermöglicht es, auch windärmere Standorte wirtschaftlich zu erschließen – ein entscheidender Vorteil im zunehmend kompetitiven Markt.
Deutlich angehobener Ausblick
Für 2026 peilt das Management Umsätze zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an – ein Wachstum von 9 bis 19 Prozent. Die EBITDA-Marge soll auf 8 bis 11 Prozent steigen. Mittelfristig hebt Nordex das Margenziel auf 10 bis 12 Prozent an, zuvor hatte das Ziel bei 8 Prozent gelegen.
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Ein besonderes Signal: Erstmals führt der Konzern eine Kapitalrückführungspolitik ein. Ab 2027 sollen mindestens 50 Millionen Euro jährlich als Dividende oder über Aktienrückkäufe ausgeschüttet werden – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Die Nettoliquidität von über 1,6 Milliarden Euro verschafft dem Management strategischen Spielraum.
Analysten heben Kursziele deutlich an
Jefferies-Analyst Constantin Hesse stuft die Aktie mit "Buy" ein und hebt sein Kursziel von 38 auf 50 Euro an. RBC-Analyst Colin Moody sieht Potenzial, dass die Konsensschätzungen für 2026 im mittleren zweistelligen Prozentbereich steigen könnten.
Die Kursreaktion fiel entsprechend aus: Die Aktie katapultierte sich auf den höchsten Stand seit Mitte 2002 und führte den MDAX mit einem Plus von 17,35 Prozent an.
Hedgefonds bleiben skeptisch
Trotz der fundamentalen Stärke stocken Shortseller ihre Positionen auf. D. E. Shaw & Co. erhöhte seine Wette gegen Nordex von 0,8 auf 1,02 Prozent, LMR Partners von 0,54 auf 0,63 Prozent – beide Aufstockungen erfolgten am 25. Februar, kurz vor der Zahlenvorlage.
Die Skepsis dürfte der bereits gelaufenen Bewertung gelten: Mit einem Kursplus von rund 39 Prozent seit Jahresbeginn gehört Nordex zu den Top-10-Performern im MDAX. Ob die ambitionierten Margenziele im laufenden Jahr bestätigt werden können, dürfte über die weitere Entwicklung entscheiden.
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