Nordex liefert für 2025 nicht nur starke Zahlen, sondern erhöht auch die Messlatte für die kommenden Jahre. Rekordaufträge, ein deutlich verbesserter Cashflow und ein angehobenes Margenziel geben der Story neuen Rückenwind. Doch kann der Konzern die höheren Profitabilitätsziele 2026 auch wirklich sauber abliefern?

Zuletzt spiegelte der Markt den Optimismus klar wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 42,68 Euro – ein neues 52‑Wochen-Hoch.

Starkes Q4 bringt Tempo

Der wichtigste Treiber lag im Schlussquartal. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz auf rund 2,5 Milliarden Euro, ein Plus von 16% gegenüber dem Vorjahr. Noch auffälliger: Das EBITDA sprang auf 307,4 Millionen Euro, die EBITDA-Marge kletterte auf 12,1% (Vorjahr: 4,9%).

Zusätzlich überraschte der freie Cashflow positiv. Im vierten Quartal lag er bei 565,2 Millionen Euro. Nordex begründete das mit der starken operativen Entwicklung und der weiterhin guten Dynamik im Auftragseingang.

2025: Gewinnsprung, Rekordaufträge, mehr Liquidität

Auf Jahressicht zeigt sich die operative Verbesserung deutlich. Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 7,6 Milliarden Euro (2024: 6,5 Milliarden Euro). Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 8,4% (2024: 5,8%). Unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss von 274 Millionen Euro – nach 8,8 Millionen Euro im Vorjahr.

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Auch die Nachfrage untermauert die neue Zuversicht: Der Auftragseingang erreichte 2025 einen Rekord von 9,3 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 16,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 12,8 Milliarden Euro) – aufgeteilt in 10,1 Milliarden Euro Projekte und 6,0 Milliarden Euro Service.

Parallel hat sich die Bilanz verbessert: Nordex meldete zum Jahresende eine Rekord-Nettoliquidität von rund 1,9 Milliarden Euro. Zudem führte der Konzern erstmals eine Politik zur Aktionärsrendite ein und strebt mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr an – über Dividenden oder Aktienrückkäufe.

Prognose 2026 über Konsens – Margenziel steigt deutlich

Für 2026 erwartet Nordex 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0%. Zum Vergleich: Der im Quelltext genannte Analystenkonsens lag bislang bei knapp 8,3 Milliarden Euro Umsatz und 8,6% Marge.

Noch wichtiger für die mittlere Sicht: Das Unternehmen hebt das mittelfristige EBITDA-Margenziel auf 10,0 bis 12,0% an. Zuvor lag die Zielmarke bei 8%. Für Investitionen sind rund 200 Millionen Euro vorgesehen.

Bei den Analysten kam vor allem der Ausblick gut an: Jefferies hob das Kursziel auf 50 Euro (zuvor 38 Euro) an. RBC verwies auf Spielraum für steigende EBITDA-Erwartungen, merkte aber auch kritisch an, dass Ausschüttungen faktisch erst ab 2027 erwartet werden.

Zum Wochenabschluss bleibt damit die Kernbotschaft klar: Nordex hat 2025 operativ stark abgeliefert und für 2026 die Ambitionen spürbar erhöht – der Markt hat das bereits mit einem Kurs auf Rekordniveau eingepreist. Entscheidend wird nun, ob die Gruppe die avisierte EBITDA-Marge von bis zu 11% im laufenden Jahr auch tatsächlich erreicht.

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