Nordex Aktie: Rekord-Comeback
Nordex liefert Zahlen, die selbst optimistische Prognosen in den Schatten stellen. Das vierte Quartal 2025 markiert eine operative Wende, die den Windkraftanlagenhersteller in eine neue Ertragsdimension katapultiert. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich auf 12,1 Prozent, der freie Cashflow erreichte mit 565 Millionen Euro einen Rekordwert. Die Börse reagierte umgehend: Die Aktie schoss um rund 19 Prozent nach oben und erreichte Kursniveaus, die zuletzt vor über zwei Jahrzehnten gesehen wurden.
Operative Exzellenz im vierten Quartal
Das Schlussquartal 2025 übertraf alle Erwartungen. Die Erlöse stiegen um 16 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Noch beeindruckender entwickelte sich die Profitabilität: Das EBITDA kletterte um 188 Prozent auf 307 Millionen Euro – mehr als eine Verdreifachung gegenüber den 107 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die daraus resultierende Marge von 12,1 Prozent zeigt, dass Nordex die Preisdisziplin konsequent durchsetzt und die Kostenkontrolle in der Lieferkette greift.
Der Nettogewinn verzehnfachte sich im vierten Quartal auf 184 Millionen Euro. Parallel dazu demonstrierte das Unternehmen seine Cashflow-Stärke: 565 Millionen Euro im Quartal unterstreichen die Fähigkeit, Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren.
Jahreszahlen setzen neue Maßstäbe
Für das Gesamtjahr meldete Nordex ein EBITDA von 631 Millionen Euro – deutlich über dem Analystenkonsens von 472 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich von 4,1 auf 8,4 Prozent. Der Nettogewinn schoss auf 274 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr nur knapp 9 Millionen Euro erwirtschaftet wurden.
Der freie Cashflow erreichte 863 Millionen Euro gegenüber 145 Millionen Euro im Vorjahr. Die liquiden Mittel stiegen auf 1,93 Milliarden Euro – eine Netto-Cash-Position von 1,62 Milliarden Euro verschafft dem Management erheblichen strategischen Spielraum.
Der Auftragseingang kletterte auf einen Rekordwert von 9,3 Milliarden Euro bei einer Kapazität von 10,2 GW. Der Auftragsbestand wuchs auf 16,1 Milliarden Euro und bietet damit Umsatzsichtbarkeit für mehrere Jahre.
Margenziel angehoben – Kapitalrückflüsse angekündigt
Das Management hob das mittelfristige EBITDA-Margenziel von 8 auf 10 bis 12 Prozent an. Diese Anhebung signalisiert Vertrauen in die nachhaltige Profitabilität des Geschäftsmodells. Verbesserte Preisdisziplin, ein wachsender Service-Anteil und optimierte Lieferketten bilden die Basis.
Ab 2027 sollen Aktionäre mit mindestens 50 Millionen Euro jährlich über Dividenden oder Aktienrückkäufe beteiligt werden – ein Novum für Nordex und ein klares Bekenntnis zur Shareholder-Orientierung.
US-Expansion als Wachstumshebel
CEO José Luis Blanco kündigte eine deutliche Ausweitung des US-Geschäfts an. Nordex will seinen früheren Marktanteil von 20 Prozent zurückerobern – aktuell entfallen nur 4 Prozent der installierten Kapazität auf Nordamerika. Blanco verwies auf den stark wachsenden Energiebedarf durch Rechenzentren als wesentlichen Treiber. Der US-Markt könne langfristig die Größe des deutschen Marktes erreichen oder übertreffen.
Ausblick 2026: Weiteres Wachstum voraus
Für 2026 stellt Nordex Erlöse zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro in Aussicht. Die EBITDA-Marge soll bei 8,0 bis 11,0 Prozent liegen. Das Unternehmen plant Investitionen von rund 200 Millionen Euro, während die Working Capital Ratio unter minus 9 Prozent bleiben soll – ein Zeichen für effizientes Cash-Management.
Im vierten Quartal installierte Nordex 376 Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 2.083 MW in 20 Ländern. Die Turbinenproduktion stieg um 27 Prozent auf 3.202 MW. Mit einem Projektauftragsbestand von 10,1 Milliarden Euro und einem Service-Auftragsbestand von 6,0 Milliarden Euro verfügt das Unternehmen über eine solide Grundlage für die kommenden Jahre.
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