Jahrelang galt der Hamburger Windkraftanlagenbauer als Sorgenkind, doch diese Zeiten sind endgültig vorbei. Mit Rekordzahlen und einer völlig neuen Strategie zur Kapitalverwendung meldet sich Nordex eindrucksvoll zurück. Der Markt feiert den Wandel vom Restrukturierungsfall zur Cash-Maschine mit dem höchsten Kursstand seit über zwei Jahrzehnten.

Margen-Explosion treibt den Kurs

Die operativen Fortschritte, die Nordex im Geschäftsjahr 2025 erzielt hat, übertrafen selbst optimistische Erwartungen. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich im Jahresvergleich fast von 4,1 auf 8,4 Prozent. Besonders das vierte Quartal stach mit einer Marge von 12,1 Prozent hervor und verdeutlicht die gewonnene Effizienz in der Produktion.

Diese fundamentale Stärke spiegelt sich direkt im Aktienkurs wider. Das Papier kletterte heute um weitere 4,3 Prozent auf 43,26 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang hat der Titel bereits knapp 44 Prozent zugelegt.

Dividenden statt Schuldenabbau

Die wohl wichtigste Nachricht für langfristige Investoren ist jedoch der strategische Schwenk in der Finanzpolitik. Dank einer Rekord-Netto-Cash-Position von rund 1,9 Milliarden Euro plant das Management, ab 2027 erstmals Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nordex?

Mindestens 50 Millionen Euro sollen jährlich fließen, sei es durch Dividenden oder Aktienrückkäufe. Analysten werten dies als klares Signal, dass die Phase der Existenzsicherung abgeschlossen ist und die Ära der Wertschöpfung beginnt. Jefferies reagierte prompt und hob das Kursziel auf 50 Euro an, mit dem Hinweis, das Unternehmen sei „noch nie so etabliert wie jetzt“ gewesen.

Volle Auftragsbücher

Das Wachstum steht auf einem stabilen Fundament. Der Auftragsbestand wuchs zum Jahresende auf 16,1 Milliarden Euro an, was eine hohe Planungssicherheit für die kommenden Jahre garantiert. Allein im Schlussquartal stiegen die Bestellungen um über 9 Prozent.

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert der Vorstand einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent. Kann Nordex dieses Niveau halten und die angepeilten Mittelfristziele von bis zu 12 Prozent Marge erreichen, ist die aktuelle Bewertung trotz des steilen Anstiegs fundamental gedeckt.

Anzeige

Nordex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nordex-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Nordex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nordex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nordex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...