Die Nintendo Aktie durchlebt eine Phase erhöhter Volatilität. Während die Nachfrage nach der neuen Switch 2-Konsole die Erwartungen übertrifft, belasten steigende Komponentenkosten die Margen und sorgen für Verunsicherung unter Investoren. Der Titel hat in den letzten 30 Tagen etwa 20 Prozent an Wert verloren.

Die Margen geraten unter Druck

Der Hauptgrund für den jüngsten Kursrückgang sind die explodierenden Preise für Speicherchips. Die massive globale Nachfrage nach KI-Infrastruktur treibt insbesondere die RAM-Kosten in die Höhe, was die Produktionskosten für die Switch 2 direkt erhöht. Das Unternehmen absorbiert diese höheren Kosten derzeit, ohne sie an die Verbraucher weiterzugeben. Dies drückt die Hardware-Gewinnmargen. Im jüngsten Berichtszeitraum sank das Verhältnis von Vertriebs-, allgemeinen und Verwaltungskosten (SG&A) zu den Umsätzen um 14,5 Prozentpunkte auf 23,0 Prozent.

Hardware-Verkäufe übertreffen Prognosen

Trotz der Kostendruck zeigt das Kerngeschäft Stärke. Der Absatz der im Juni 2025 gestarteten Switch 2 liegt deutlich über Plan. Bis zum Ende des letzten Quartiers hatte Nintendo bereits 10,36 Millionen Einheiten der neuen Konsole abgesetzt. Aufgrund dieser robusten Nachfrage hat das Management die Jahresprognose angehoben. Für das bis März 2026 laufende Geschäftsjahr wird nun mit einem Absatz von 19 Millionen Switch-2-Geräten gerechnet, nach zuvor 15 Millionen.

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Software stützt die Erträge

Die hochprofitabele Software-Sparte wirkt als wichtiger Puffer. Der kürzliche Release von "Pokémon Legends: Z-A" wurde zum Verkaufsschlager und brachte es in der ersten Woche auf 5,8 Millionen verkaufte Einheiten. Solche Umsätze mit hoher Marge sind entscheidend, um die derzeit gedrückten Hardware-Margen auszugleichen. Für das laufende Fiskaljahr strebt Nintendo einen Gesamtumsatz von 2,25 Billionen Yen an, was einem prognostizierten Plus von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Der Nettogewinn soll voraussichtlich um 25,5 Prozent auf 350 Milliarden Yen steigen.

Vor dem Hintergrund einer soliden Cash-Generierung hat der Konzern auch seine Dividendenzahlungen angehoben. Geplant ist nun eine jährliche Ausschüttung von 181 Yen je Aktie, nach zuvor forecasteten 129 Yen. Der nächste wichtige Meilenstein ist die Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen am 3. Februar 2026. Dieser Bericht wird Aufschluss über die Weihnachtsverkäufe geben und zeigen, ob die Gewinnziele trotz des anhaltenden Drucks aus dem Halbleitermarkt gehalten werden können.

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