Porsche AG Aktie: Erneute Stolperfalle?
Der vollelektrische Macan GTS soll Porsches E-Offensive Schwung verleihen – technisch durchaus beeindruckend mit 571 PS und knapp 600 Kilometern Reichweite. Doch während Zuffenhausen sein erstes GTS-Modell ohne Verbrenner präsentiert, bricht das China-Geschäft ein und die Zulassungen in Europa gehen zurück. Am 11. März legt die neue Führung die Karten auf den Tisch: Bilanzvorlage und Ausblick unter CEO Michael Leiters.
Technisch stark, strategisch unsicher
Der Macan GTS nutzt die 800-Volt-Architektur der Premium Platform Electric (PPE) von Volkswagen. Mit bis zu 420 kW Overboost-Leistung sprintet das SUV in 3,8 Sekunden auf Tempo 100. Das elektronisch gesteuerte Hinterachsdifferential und die sportliche Luftfederung sollen die typische GTS-Agilität liefern.
Laden von 10 auf 80 Prozent dauert unter idealen Bedingungen etwa 21 Minuten bei bis zu 270 kW DC-Schnellladen. Die kombinierte WLTP-Reichweite gibt Porsche mit bis zu 586 Kilometern an. Der US-Einstiegspreis liegt bei 107.650 Dollar – der GTS positioniert sich zwischen dem 4S und dem Turbo.
Absatzkrise drückt auf die Zahlen
Die Produktoffensive kann nicht verdecken, dass die Geschäftsentwicklung schwächelt. 2025 lieferte Porsche weltweit 279.449 Fahrzeuge aus – ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr (310.718 Einheiten).
Hauptverantwortlich: China. Der einst verlässliche Wachstumsmotor stottert massiv. Lokale Premiummarken setzen dem Stuttgarter Autobauer zu, gleichzeitig kaufen chinesische Kunden im Luxussegment deutlich zurückhaltender ein.
Hinzu kommen operative Belastungen von 1,8 Milliarden Euro aus der korrigierten Elektrostrategie. Eine gekürzte Dividende gilt als wahrscheinlich. Das Management selbst spricht davon, 2026 als Tiefpunkt zu durchschreiten.
Neue Führung unter Bewährungsdruck
Mit Michael Leiters (seit 1. Januar 2026 CEO) und Jochen Breckner (seit 26. Februar CFO) hat Porsche seine Führungsspitze komplett umgebaut. Leiters verordnete dem Konzern sofort einen "strikten Kulturwandel" und setzt auf "Value over Volume".
Konkret bedeutet das: Angebot und Nachfrage sollen bewusst gesteuert werden, die Volumina für 2026 werden "realistisch" geplant – auch unter Berücksichtigung auslaufender Verbrennermodelle wie 718 und Macan mit klassischem Antrieb.
Parallel dazu prüft Porsche offenbar einen harten Schnitt: Die vollelektrische Neuauflage der 718-Reihe (Boxster und Cayman) könnte komplett gestrichen werden. Das wäre eine der ersten großen Weichenstellungen unter Leiters und würde Fragen zur Elektro-Roadmap aufwerfen.
11. März als Richtungsentscheidung
Die Porsche-Aktie notiert mit 41,23 Euro deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 57,48 Euro. Der Kurs liegt sowohl unter dem 50- als auch dem 200-Tage-Durchschnitt.
Am 11. März 2026 präsentiert das neue Führungsduo die detaillierten Geschäftszahlen für 2025 und – entscheidender noch – den ersten vollständigen Ausblick unter Leiters' Regie. Investoren dürften besonders auf drei Punkte achten: Die Höhe der Dividendenkürzung, die Prognose für das China-Geschäft und die konkretisierte Elektrostrategie nach möglichem 718-Stopp.
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