Nike Aktie: Umbau bei Converse
Nike zieht bei der Tochter Converse die Reißleine. Nach rückläufigen Umsätzen soll die Marke umfassend restrukturiert werden – inklusive Stellenabbau auf mehreren Ebenen. Parallel dazu stellt CEO Elliott Hill die Weichen im Kerngeschäft neu und will den Großhandel weltweit wieder stärker anschieben.
Worum geht es dabei konkret? Nike versucht, zwei Baustellen gleichzeitig zu schließen: ein schwächelndes Tochtergeschäft zu stabilisieren und verlorenes Terrain im Handel zurückzuerobern.
- Converse: Umstrukturierung und Jobkürzungen als Reaktion auf sinkende Verkäufe
- Strategiewechsel: Großhandel soll global wieder schneller wachsen
- Hintergrund: Zu starker Fokus auf Direct-to-Consumer belastete Beziehungen zu Handelspartnern
Converse wird neu aufgestellt
Converse steht vor „substanziellen Veränderungen“, berichten Medien. Geplant sind demnach Stellenstreichungen über mehrere Hierarchieebenen hinweg. Auslöser ist eine Phase anhaltender Schwäche: Die Verkäufe der Marke sind spürbar zurückgegangen.
In einem internen Memo soll der Converse-CEO eingeräumt haben, dass „schwierige Entscheidungen“ nötig seien – einschließlich der Trennung von Mitarbeitenden. Ziel ist es, die Marke unter neuer Führung neu zu positionieren.
Für Nike ist das mehr als eine Randnotiz. Converse belastete zuletzt die Gesamtentwicklung. Der Umbau passt damit in den größeren Rahmen: Kosten sollen straffer werden, die Profitabilität steigen – in einem Markt, der für Sportartikelhersteller insgesamt anspruchsvoller geworden ist.
Nike setzt wieder stärker auf den Handel
Zeitgleich sendet die Konzernspitze ein klares Signal: Elliott Hill will die Beziehungen zu Einzelhandelspartnern reparieren und rechnet mit einer Beschleunigung des Großhandelsgeschäfts weltweit. Das ist eine erkennbare Abkehr von der früheren Priorisierung des Direktvertriebs an Endkunden, die einige langjährige Handelspartner verärgerte und Wettbewerbern Regalfläche verschaffte.
Der Großhandel bleibt für Nike zentral: Rund 60% des Geschäfts entfallen laut Bericht auf diesen Kanal. Hill betont, dass Wachstum und Profitabilität der Handelspartner ein wichtiger Hebel seien, um Marktanteile zurückzugewinnen. Konkret setzt Nike dabei auf neue Produkte und höhere Investitionen in den Sportbereich – zunächst in Nordamerika, danach auch in weiteren internationalen Märkten.
Kursumfeld und Turnaround-Rahmen
Die Schritte kommen in einer Phase, in der die Aktie Gegenwind spürt. Laut Bericht rutschte der Kurs zuletzt unter den 50-Tage-Durchschnitt – ein technisches Signal, das oft als Hinweis auf eine schwächere kurzfristige Stimmung gewertet wird. Dazu kommt ein Umfeld mit harter Konkurrenz und sich wandelnden Konsumvorlieben.
Der Umbau bei Converse und die stärkere Ausrichtung auf den Großhandel sind zentrale Bausteine von Hills Turnaround-Plan. Nike will die Produktlinien in wichtigen Sportarten wie Running, Basketball und Fußball wieder beleben, um nach einer Phase deutlicher Schwäche wieder mehr Dynamik ins Geschäft zu bekommen.
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