Der Sportartikelhersteller Nike sieht sich mit einem regulatorischen Verfahren konfrontiert. Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC hat am Mittwoch beim Bundesgericht in Missouri einen Antrag auf Durchsetzung einer Vorladung eingereicht. Der Vorwurf: Die Diversitätsprogramme des Konzerns sollen weiße Mitarbeiter und Bewerber diskriminiert haben.

EEOC erhöht den Druck

Die Behörde fordert von Nike umfangreiche Informationen, die bis ins Jahr 2018 zurückreichen. Im Fokus stehen:

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  • Kriterien für Entlassungsentscheidungen
  • Umgang mit Rassen- und Ethnizitätsdaten der Belegschaft
  • 16 Programme, die angeblich "rassenbeschränkte" Mentoring- und Entwicklungschancen boten
  • Diversity-Ziele für 2025 und weitere DEI-Zielvorgaben

Die EEOC hatte Nike bereits im Herbst 2025 vorgeladen. Die Ermittlungen drehen sich um den Vorwurf, dass Mentorenprogramme, Trainings und Personalentscheidungen nicht-weiße Mitarbeiter bevorzugt haben sollen.

Nike wehrt sich gegen Eskalation

Der Konzern bezeichnete die Einschaltung des Gerichts als "überraschend und ungewöhnlich". Man habe "in gutem Glauben" mit der Behörde zusammengearbeitet und "Tausende Seiten an Informationen" übermittelt, heißt es in einer Stellungnahme.

Ein Sprecher betonte: "Wir verpflichten uns zu fairen und rechtmäßigen Beschäftigungspraktiken und befolgen alle anwendbaren Gesetze, einschließlich jener, die Diskriminierung verbieten." Die Programme und Praktiken des Unternehmens stünden im Einklang mit diesen Verpflichtungen.

Nike kündigte an, auf die Petition zu reagieren und die Kooperation mit der EEOC fortzusetzen.

Aktie steigt trotz Ermittlungen

Die Nike-Aktie ließ sich von der Nachricht nicht beeindrucken. Der Kurs legte am Mittwoch über 5 Prozent zu und schloss bei 64,22 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 95 Milliarden Dollar.

Der Konzern befindet sich unter CEO Elliott Hill in einem Transformationsprozess. Ende Januar kündigte Nike den Abbau von 775 Stellen in US-Verteilzentren im Zuge von Automatisierungsmaßnahmen an. Anfang Februar startete die Marke All Conditions Gear (ACG) als eigenständige Outdoor-Linie neu.

Die nächsten Quartalszahlen werden für den 18. März erwartet.

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