Während Analysten an der Wall Street weiterhin zur Vorsicht mahnen, sendet die Führungsetage von Nike ein deutliches Signal der Zuversicht. Allen voran Apple-CEO Tim Cook und Nike-Chef Elliott Hill nutzten die jüngste Phase der Unsicherheit für massive Zukäufe. Die Diskrepanz zwischen der skeptischen Marktstimmung und dem finanziellen Engagement der Insider könnte kaum größer sein.

Ein Vertrauensbeweis in Millionenhöhe

Die am 11. Januar vorliegenden Daten zeichnen ein klares Bild: In den vergangenen 90 Tagen haben Insider rund 91.229 Aktien des Sportartikelherstellers erworben. Besonders die Transaktion von Tim Cook, der im Nike-Aufsichtsrat sitzt, sticht hervor. Der Apple-Chef investierte knapp 3 Millionen US-Dollar in Nike-Papiere zu einem Durchschnittskurs von 58,97 US-Dollar. Auch CEO Elliott Hill beteiligte sich mit rund 1 Million US-Dollar an der eigenen Strategie.

Diese Käufe erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Aktie nach einem Wochenplus von gut 4 % zu stabilisieren versucht. Marktbeobachter werten dieses aggressive Vorgehen der Insider oft als Indikator dafür, dass das Management die aktuellen Kurse als übertrieben niedrig einschätzt und an eine langfristige Erholung glaubt.

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Günstige Bewertung trifft auf operative Hürden

Das Hauptargument für den Einstieg dürfte die Bewertung sein. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 2,1 notiert die Nike-Aktie derzeit etwa 40 % unter ihrem historischen Zehn-Jahres-Durchschnitt von 3,5. Value-Investoren sehen hierin eine Chance, doch die fundamentale Lage bleibt angespannt. Analysten prognostizieren für das Geschäftsjahr 2026 lediglich ein minimales Umsatzwachstum von 0,9 % und einen Rückgang des Gewinns je Aktie um rund 28 %.

Die Skepsis der Analysten ist begründet. Das Investmenthaus Needham stufte die Aktie kürzlich auf „Hold“ herab und verwies auf die schleppende Trendwende. Insbesondere das China-Geschäft bereitet Sorgen: Im letzten Quartal brachen die dortigen Umsätze um 16 % ein. Hinzu kommen geopolitische Risiken durch mögliche Zölle, die laut Management die Margen signifikant belasten könnten.

Hoffnungsträger Einzelhandel

Einen möglichen Lichtblick liefert eine aktuelle Einschätzung von Goldman Sachs. Die Bank hat den US-Einzelhändler Dick's Sporting Goods als Top-Empfehlung für 2026 gelistet. Da Nike einer der wichtigsten Lieferanten für Dick's ist, könnte eine starke Performance des Partners den Großhandelskanal von Nike stützen. Dies wäre ein wichtiger Ausgleich zur aktuellen Schwäche im digitalen Direktvertrieb.

Kurzfristig richtet sich der Blick auf die charttechnische Marke von 66,20 US-Dollar. Gelingt der Aktie, die am Freitag bei 65,92 US-Dollar schloss, der Sprung über dieses Niveau, könnte das Narrativ der Insider-Käufe weitere Anleger anlocken. Fundamentale Klarheit über den Erfolg der Trendwende wird es jedoch erst im März geben, wenn Nike die nächsten Quartalszahlen vorlegt.

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