Die UBS präsentiert Rekordergebnisse – und verliert dennoch 4,5 Prozent an einem Tag. Der Grund: Der Schweizer Bundesrat will die Bank mit drastisch verschärften Kapitalanforderungen an die Kette legen. Was nach dem Credit-Suisse-Kollaps als Sicherheitsnetz gedacht war, entwickelt sich zum größten Risikofaktor für Europas größte Privatbank.

Rekordzahlen werden ignoriert

Dabei stimmen die operativen Zahlen: Die Bank meldete für 2025 einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 53 Prozent. Die verwalteten Vermögen überschritten erstmals die Schwelle von 7 Billionen US-Dollar. Das Board schlägt eine Dividende von 1,10 US-Dollar vor, 22 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Integration der Credit Suisse läuft nach Plan: 85 Prozent der Schweizer Konten wurden migriert, die Kosteneinsparungen erreichten 10,7 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt das Management eine Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent an.

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Kern des Konflikts

Finanzministerin Karin Keller-Sutter fordert, dass ausländische Tochtergesellschaften künftig zu 100 Prozent mit Eigenkapital unterlegt werden – bislang waren es 60 Prozent. Die Maßnahme würde die Kapitalanforderungen der UBS im internationalen Vergleich um mindestens 50 Prozent erhöhen. Zwei Bundesrats-Gutachten beziffern die Mehrkosten auf 640 Millionen bis 1,3 Milliarden Dollar jährlich.

CEO Sergio Ermotti verlängert seinen Vertrag, um die Bank durch diesen regulatorischen Gegenwind zu steuern. Gleichzeitig nominiert die Bank Agustín Carstens für den Verwaltungsrat – den früheren Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Ein deutliches Signal: UBS rüstet sich mit regulatorischer Schwergewicht-Expertise.

Kompromiss in Sicht?

Drei Jahre nach dem Credit-Suisse-Debakel bröckelt die politische Unterstützung für die Verschärfungen. Nur SP, Grüne und Gewerkschaften stehen hinter dem Bundesratsvorschlag. Bürgerliche Parlamentarier bringen einen Kompromiss ins Spiel: Die UBS soll bis zu 50 Prozent auf AT1-Anleihen statt auf hartes Eigenkapital zurückgreifen können. Das würde den zusätzlichen Kapitalbedarf deutlich senken.

Im ersten Halbjahr 2026 wird die Gesetzesvorlage erarbeitet, das letzte Wort hat das Parlament. Da die Änderungen frühestens 2027 in Kraft treten, hält die Bank an ihren Jahreszielen fest. Die Nominierung von Carstens zeigt: UBS bereitet sich darauf vor, die politische Auseinandersetzung aktiv mitzugestalten.

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