Nike Aktie: Investorenmeinungen gesammelt
Nike muss seinen Konzernumbau gleichzeitig an mehreren Fronten vorantreiben. Neben weiteren Stellenstreichungen rücken auch mögliche Cybersecurity-Probleme in den Fokus. Für Anleger zählt damit vor allem eines: Kommt der Konzern operativ wieder auf Kurs, ohne dass zusätzliche Sonderlasten entstehen?
Wichtigste Punkte auf einen Blick:
- 775 Stellen fallen weg, vor allem in US-Distributionszentren (Tennessee, Mississippi)
- Zusätzlich läuft eine Prüfung zu möglichen Datenleaks nach Ransomware-Vorwürfen
- Nächster Quartalsbericht wird für Mitte März erwartet
Stellenabbau in Logistikzentren
Nike streicht 775 Jobs, hauptsächlich in US-Verteilzentren in Tennessee und Mississippi. Das berichtete CNBC Ende Januar. Die Maßnahme folgt auf rund 1.000 Corporate-Stellen, die der Konzern bereits im vergangenen Sommer angekündigt hatte.
Gegenüber CNBC begründete Nike die Kürzungen mit dem Ziel, „Komplexität zu reduzieren“, flexibler zu werden und den Betrieb effizienter aufzustellen. Konkret verwies das Unternehmen auf eine Verschärfung des Supply-Chain-Zuschnitts, mehr Einsatz von moderner Technologie und Automatisierung sowie Qualifizierung der Teams.
Der Turnaround als Leitmotiv
Die Einschnitte passen zu Nikes Plan, wieder zu dauerhaft profitablem Wachstum zurückzukehren und die Margen zu verbessern. Unter der aktuellen Führung arbeitet der Konzern laut CNBC daran, Beziehungen zu Großhandelspartnern wieder zu stärken, ältere Bestände abzubauen und die Produktinnovation neu zu beleben – nachdem sich das Wachstum zuletzt abgeschwächt und die Profitabilität unter Druck geraten war.
Ein zentraler Hintergrund: In einer Phase, in der Nike den Direktvertrieb über eigene Läden und Websites stark priorisierte, wurden Distributionskapazitäten und Personalkörper deutlich ausgebaut. Laut CNBC tragen die heutigen Volumina diese Größenordnung nicht mehr.
Ransomware-Vorwürfe erhöhen die Unsicherheit
Zusätzlich untersucht Nike Vorwürfe einer Ransomware-Gruppe, wonach in großem Umfang Unternehmensdaten veröffentlicht worden sein sollen. Das berichtete Simply Wall St Ende Januar. Nike hat Umfang und Echtheit bislang nicht bestätigt und prüft mögliche Auswirkungen.
Was würde ein bestätigter Vorfall bedeuten? Bei einem Konsumgüterkonzern mit stark digital geprägten Plattformen wie Nike.com, SNKRS und Anbindungen an Handelspartner könnten – je nach Befund – Kosten für Rechtsfragen, Compliance und technische Bereinigung anfallen.
Einordnung: Aktie und Kennzahlen
Zum Handelsschluss Ende Januar lag die Aktie bei 61,81 US-Dollar. In den vergangenen 52 Wochen bewegte sie sich zwischen 52,28 und 82,44 US-Dollar.
Ausgewählte Kennzahlen (Stand Ende Januar):
- Marktkapitalisierung: rund 91,5 Mrd. US-Dollar
- KGV (TTM): 36,15
- Dividendenrendite: 2,62%
Als nächster wichtiger Termin gilt der Quartalsbericht, der für Mitte März erwartet wird. Dann dürfte sich zeigen, wie schnell der Umbau auf Marge und Profitabilität einzahlt – und ob die laufende Cybersecurity-Prüfung finanziell überhaupt Spuren hinterlässt.
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